Donnerstag, 21. November 2019

Serie Entmündigung in der Sowjet-Union - Psychiatrie-Gulags im Kalten Krieg

Geschichte des KGB - Entmündigung in der Sowjet-Union

Die Psychiatrie-Gulags im Kalten Krieg waren noch gefürchteter als die Zwangsarbeitslager im Ural.

So berichtet diese arte-Dokumentation über die Geschichte des KGB.

https://tv.orf.at/orf3/stories/2994439/

Als die USA die erste Atombombe zünden, ist Stalin wenig beeindruckt. Der Geheimdienst liefert der sowjetischen Regierung längst Daten des Manhattan-Projekts. Diese Informationen ermöglichen den Sowjets schon 1949 eigene Atomwaffen zu bauen – unter Aufsicht Lawrenti Berijas. Das Agentennetz des NKWD verschafft der Sowjetunion den Status der Supermacht. Als Stalin 1953 stirbt, ist Berija ein aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolge. Doch Nikita Chruschtschow (1894-1971), ebenfalls hoher Parteifunktionär, lässt ihn vor den Augen des Zentralkomitees als Spion verhaften.
Er schränkt die Macht des Geheimdienstes ein und gibt ihm einen neuen Namen: Komitee für Staatssicherheit – KGB. Er ist im Inland nicht mehr das uneingeschränkte Unterdrückungsinstrument. Doch durch Folter in den Gefängnissen und Einweisung in die geschlossene Psychiatrie wird der Geheimdienst Oppositionelle weiter drangsalieren, besonders später unter dem neuen KGB-Chef Juri Andropow (1914-1984).

Sie hätten sogar bei einer Ratte schleichende Schizophrenie diagnostiziert - Zitat 

Semen Hlusman

Semen Fischelowytsch Hlusman (* 10. September 1946 in KiewUkrainische SSR) ist ein ukrainischer Psychiater und Menschenrechtler sowie sowjetischer Dissident. Er ist der Exekutivsekretär der Vereinigung der Psychiater der Ukraine, Direktor des Ukrainische-Amerikanischen Büros zum Schutz der Menschenrechte sowie Direktor des Internationalen Medizinischen Rehabilitationzentrums für Opfer von Kriegen und totalitären Regimen.[1]
Im Mai 1972 verhaftete ihn der KGB wegen „antisowjetischer Agitation und Propaganda“. Im wurde vorgeworfen durch die Verteilung von Samisdat und Tamisdat falsche Informationen über Menschenrechtsverletzungen in der UdSSR, einschließlich des Missbrauchs der Psychiatrie für politische Zwecke verbreitet zu haben, wobei der Hauptgrund in seiner Verweigerung, bei Grigorenko eine psychische Erkrankung zu diagnostizieren, lag.[1] Er wurde zu sieben Jahren in einem Arbeitslager und drei Jahren sibirische Verbannung verurteilt.[5] Während seines Aufenthalts im Lager setzte er seine wissenschaftliche und journalistische Tätigkeit fort. Insbesondere war er Co-Autor von Wladimir Bukowskis Werk Psychiatrisches Handbuch für Dissidenten.
Des Weiteren ist er Autor zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen über Menschenrechte, Ethik, Sozialpsychiatrie und Recht in der Psychiatrie. In Abwesenheit wurde er zum Mitglied des internationalen P.E.N.-Club gewählt. Gedichte und Prosa von ihm wurden auf russisch, ukrainisch, englisch und französisch veröffentlicht.[1]


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