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| Bipolare Störung (Quelle: Wikipedia) |
Warum? In der manischen Phase unterzeichnen sie Verträge mit hohen Zahlungsverpflichtungen, planen Weltreisen, rennen PolitikerInnen die Türen ein, weil sie die Welt verändern wollen!
So will ein lange pensionierter über 80 Jahre alter Lehrer wieder unterrichten, wenn das nicht gelingt, setzt er sich in den Zug und fahrt sehr weite Strecken, manchmal geht er dann auch ins Bordell und plagt sich nachher mit Schuldgefühlen (mitunter geht er gleich nach dem Bordellbesuch zum Pfarrer beichten).
Manische Menschen reden stundenlang, ohne auf den Einwand des anderen zu hören. Entmündigte manische Menschen suchen in der manischen Phase Hilfe bei Vereinen gegen Sachwalterschaftsmissbrauch oder bei Journalisten, damit diese ihre Geschichte veröffentlichen.
Wenn diese schwer erkrankten Menschen aber dann in die depressive Phase fallen, wollen sie mit dem, was sie in der manischen Phase "angestellt" haben, aber nichts mehr zu tun haben bzw. können sich an nichts mehr erinnern, was sie in der manischen Phase gemacht haben.
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| Die manisch-depressive Erkrankung (Quelle: Wikipedia) |
In der manischen Phase haben diese Menschen aber die Journalistin stundenlang am Telefon bzw. per Mail angefleht, doch über ihren Fall zu berichten.
Da schreibt eine Bäuerin aus der Steiermark flehentliche Briefe und Mails an alle möglichen Stellen in Österreich, nur weil sie glaubt, dass der Sachwalter die Schuld an dem Tod eines Verwandten trägt.
Man darf sich nicht wundern, wenn Initiativen gegen Sachwalterschaftsmissbrauch sich von diesen Menschen distanzieren. Zuerst bitten sie um Hilfe und dann drohen sie mit Klage. Mitunter bedarf es wirklich einer psychiatrischen Diagnose, ob die Entmündigung nicht doch gerechtfertigt ist und es ein schweres SELBSTFÜRSORGE-DEFIZIT aufgrund der bipolaren Erkrankung gibt.
Manchmal haben diese Menschen aber große Angst vor jeglicher psychiatrischer Untersuchung und erscheinen weder bei Vorladungen beim Bezirksgericht noch in der Ordination eines Facharztes der Psychiatrie und Neurologie. Sie verweigern jegliches Gespräch mit Richtern und/oder Psychiatern.
Die größte Angst besteht wohl vor der Verabreichung einer sogenannten DEPOT-Spritze (Neuroleptikum), um das manische Verhalten in den Griff zu bekommen.
Bei schweren Erkrankungen aus dem schizophrenen Krankheitsbildern erscheint aber eine leichte Beruhigungs-Spritze durchaus sinnvoll.
In der "Psychose" entwickeln Menschen ungeahnte Kräfte, die Autorin dieser Zeilen hat persönlich erlebt, wie ein Mann in der Psychose Autofenster kaputt machen kann, Zeitungsverteiler aus Indien mit einem Arm in die Höhe heben kann und sogar einen Türstock (nämlich den des Schwiegervaters) niederreißen kann. Auch Unfälle auf der Autobahn sind durch solches Verhalten im letzten Moment verhindert worden.
Durch das geringe Schlafbedürfnis kann es aber auch zu großartigen künstlerischen Schaffensperioden kommen (Literatur, Bildende Kunst).
Mitunter laufen diese Menschen aus Angst vor weiteren Psychiatrie-Aufenthalten nackt im Winter in den Wald oder ins Freie und gefährden sich damit selbst. Die zweit-größte Angst bei diesen Patienten besteht wohl darin, sich an nichts mehr erinnern zu können, was sie in der manischen Phase gesagt, getan oder geschrieben haben. So traut sich ein manischer älterer Patient bereits am Beginn der depressiven Phase nicht mehr zum Friseur oder ins Dorf-Gasthaus, weil er sich nicht sicher ist, welcher Friseurin oder Kellnerin er bereits mehrere Heiratsanträge gemacht hat.
Ob diese Erkrankung vererbt ist oder im Laufe des Lebens aufgrund von traumatischen Ereignissen (vor allem in der Kindheit) erworben wurde, darüber streitet sich die Wissenschaft bis heute.
Das BM für Justiz, der Gesetzgeber und die RichterInnen reden sich bei Entscheidungen über Entmündigungen von manisch-depressiven Menschen meist auf die Medizin/Psychiatrie aus. Die Bezirksgerichte/Landesgerichte begründen die Entmündigung (Sachwalterschaft) mit der psychiatrischen Diagnose (manchmal leider auch aufgrund der Aktenlage, ohne den Patienten je gesehen zu haben).
Auch aufgrund von Sektenübungen kann man manchmal psychotisch werden, fatal und lebensgefährlich kann die Ablehnung jeglicher ärztlicher Behandlung durch die Sekte sein!
Kriterien für eine manische Episode (Quelle: Wikipedia)
A. Eine ausgeprägte Periode abnormer und ständiger gehobener, überschwänglicher oder gereizter Stimmung, die über eine Woche dauert (oder Krankenhausaufenthalt).
B. Während der Periode der Stimmungsstörung halten drei (oder mehr) der folgenden Symptome bis zu einem bedeutsamen Grad beharrlich an:
- übertriebenes Selbstbewusstsein oder Größenwahn
- verringertes Schlafbedürfnis (z. B. Erholungsgefühl nach nur drei Stunden Schlaf)
- gesprächiger als üblich oder Drang zum Reden
- Ideenflucht oder subjektives Gefühl, dass die Gedanken rasen
- Zerstreutheit (Aufmerksamkeit wird zu leicht zu unwichtigen oder belanglosen externen Reizen gezogen)
- Zunahme zielgerichteter Aktivitäten (entweder sozial, am Arbeitsplatz oder in der Schule oder sexuell) oder psychomotorische Unruhe
- exzessive Beschäftigung mit angenehmen Tätigkeiten, die höchstwahrscheinlich negative Folgen hat (z. B. ungehemmter Kaufrausch, sexuelle Taktlosigkeiten oder törichte geschäftliche Investitionen)
C. Die Symptome werden nicht besser durch die Kriterien der gemischten Episode beschrieben.
D. Die Stimmungsstörung ist hinlänglich schwer, um eine ausgeprägte Beeinträchtigung in beruflichen Aufgabengebieten oder unübliche soziale Aktivitäten oder Beziehungen mit anderen zu bewirken oder sie erfordern einen Krankenhausaufenthalt, um Selbst- oder Fremdschädigung zu verhindern, oder es gibt andere psychotische Merkmale.
E. Die Symptome sind nicht durch direkte physiologische Effekte einer Substanz (z. B. Drogenmissbrauch, Medikamente oder andere Behandlungen) oder eine generelle medizinische Verfassung (z. B. Überfunktion der Schilddrüse) verursacht.


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