Dienstag, 19. Januar 2021

Entmündigte schizophrene Uno-Beamtin in Wien von Polizei erschossen: Der Falter berichtet:

Die Geschichte der erschossenen Pensionistin - ein besonderer Fall von SW-Missbrauch und Vernachlässigung des gerichtlichen Erwachsenenvertreters betreff der Kurandin
Am 5. Jänner gegen 12 Uhr klingelt die Heimhilfe Beate L. an der Wohnungstüre der 66-jährigen Pensionistin Sigrid S. in der Auhofstraße, einem schmucklosen Bau aus den 1970-er Jahren im Westen Wiens. In der Hand hält die Helferin ein Papiersackerl mit Bananen: Obst für die alte Dame.
Weil S. offenbar auch überfordert wirkte, kümmerte sich seit sieben Jahren ein Sachwalter um die Frau. Seit einem Jahr erledigte den Job die Rechtsanwältin Manuela Anna Sumah-Vospernik als Erwachsenenvertreterin, sie wurde vom Gericht bestellt.
Im Juli des vergangenen Jahres, als sich die Nachbarn Sorgen um Sigrid S. wegen der Schreie machten, rückten zwei Mitarbeiter ihrer Kanzlei und ein Schlosser aus, um mit einem Arzt eine Begutachtung von Frau S. durchzuführen.
Erst als der Schlosser die Tür aufbohren wollte, sperrte die Dame auf - einen zugespitzten Besenstiel in der Hand - zur Verteidigung.
Sie fühlte sich offenbar bedroht, hielt die unbekannten Besucher für Angreifer, aber sie beruhigte sich auch schnell wieder.
Frau S. sprach davon, wie so oft, in einer von ihr selbst erfundenen Sprache (Esperanto?)






Am 5. Jänner, gegen zwölf Uhr mittags, klingelt die Heimhilfe Beate L. an der Wohnungstür der 66-jährigen Pensionistin Sigrid S. in der Auhofstraße, einem schmucklosen Bau aus den 1970er-Jahren im Westen Wiens. In der Hand hält die Helferin ein Papiersackerl mit Bananen, Obst für die alte Dame.


Beate L. wartet ein wenig, nachdem sie geklingelt hat, dann ruft sie durch die geschlossene Türe: "Frau S.! Ich komme von der Sachwalterin!"
Die Heimhilfe weiß, dass Sigrid S. den Kontakt zu Menschen scheut. Oft öffnet die Frau die Türe gar nicht, manchmal nur einen Spalt. Wenn jemand Einkäufe liefert - Supermärkte oder eben Heimhilfen -, stellen sie die Sackerln vor die Tür. Erst wenn alle weg sind, macht Sigrid S. auf und zieht die Ware in ihre Eigentumswohnung.

Sie nutzte Worte, die nur sie kannte, und war dann kaum noch zu stoppen (wobei?)
Ihre Persönlichkeit sei gespalten, hieß es, vielleicht leide sie an einer Erkrankung aus dem "schizophrenen Formenkreis".
Vielleicht habe sie aber auch aufgrund jahrelanger Einsamkeit und fehlender Übung und deutlich eingeschränkter Kommunikation mit der Umgebung die Nutzung der Sprache verlernt, heißt es in einem Bericht über sie.
Auch Deprivation, also Vereinsamung, attestiert der Arzt (Psychiatrische Gutachter)

Verwahrlost oder gefährlich war Frau S nie. Sie hatte einen vollen Kühlschrank, ihre Kleidung war gepflegt.
1200 Euro Pension (stimmt sicher nicht, weil Pensionisten der Uno viel höhere Pensionen haben)
In einem E-Mail an ihre Vorgesetzte schildert die Heimhilfe BEATE L. was anschließend geschah:
"Kurz darauf öffnete sie die Türe mit einem großen Küchenmesser in der Hand (dieses hätte der Sachwalter, die Sachwalterin bei einem Besuch der Kurandin wegnehmen müssen - beachte: die Sachwalterin hätte die Pflicht einmal im Monat die Wohnverhältnisse der Kurandin zu begutachten - dieser Pflicht ist Frau Vospernik offenbar nicht nach gekommen)
und zielte auf mich. Ich habe einige Schritte zurück gemacht, aber sie folgte mir mit dem Messer und hielt es ca. 20 cm von meinem Hals entfernt." Ende Zitat
Sigrid S. habe etwas geredet, was ich nicht verstanden habe - schreibt die Heimhilfe weiter.
"Was machen Sie da, beruhigen Sie sich", habe sie der alten Dame zugerufen.
Die habe sich jedoch in ihre Wohnung zurück gezogen und die Tür geschlossen. Als die Pflegerin, die eigenen Aussagen zufolge vor "Schreck kaum noch stehen konnte" (für solche Situationen sollten die AltenpflegerInnen geschult sein), bei einem Nachbarn läutete, hörte sie wieder Geräusche hinter der Tür. Sie habe Angst gehabt, Frau S. würde sie erneut attackieren. Daher sei sie so schnell wie möglich auf die Straße gelaufen.

Eine verwirrte alte Frau, besachwaltet, bewaffent mit einem Küchenmesser. Das ist ein Routinefall für Amtsarzt, Polizei und Psychiatrie, möchte man meinen.
Es kommt jedoch anders. Maskiert schwer bewaffnet und mit kugelsicheren Westen (was sagte die Pflegerin den Polizisten am Telefon - dies muss im Polizei-Protokoll dokumentiert sein) rücken vier Beamte der Wiener Alarmabteilung WEGA (haben die in Zeiten von Terrorismus in Wien nichts Besseres zu tun als alte entmündigte Leute zu erschießen?) und vier Streifenpolizisten an.
Sie positionieren sich dabei offenbar so, dass sie von der Frau angeblich überrascht werden - und das obwohl die Beamten aufgrund des Notrufs davon informiert gewesen sein müssen, in welchem Ausnahmezustand sich Sigrid S. befindet UND DASS SIE BEWAFFNET IST:
Nochmals: Der Sachwalter muss einmal im Monat die Wohnung des Kuranden überprüfen. Dies machen jedoch tausende Sachwalter in Österreich nicht. Scharfe Messer dürften Psychiatrie-Patienten nicht zu Hause haben.
Mit dem Messer in der Hand sei die Frau plötzlich vor den Beamten gestanden (wurde die Türe aufgebrochen oder hat sie freiwillig aufgemacht?) gibt die Landespolizeidirektion bekannt, dabei war genau das der Einsatzgrund.
Ein Polizist versucht, die Frau mit einem Elektroschocker zu lähmen. (Lernen die Polizisten keinen Griff, wie man eine psychisch kranke alte pflegebedürftige alte Frau mit einem Messer einfach händisch überwältigt - man sieht es täglich in den Krimis im Fernsehen)
Ein anderer schießt sie im selben Moment nieder - die Streifenpolizisten und die Wega können offenbar nicht miteinander abgestimmt arbeiten.
Straflose Notwehr - oder Notwehrexzess - Notwehr gegen eine alte verwirrte Dame.
Ein Polizist meint: Wenn die Wega zu einem Einsatz gerufen wird (haben offenbar nichts Besseres zu tun, weil die Terroristen eh schon in den Ämtern sitzen) bei dem eine Heimhilfe mit einem Messer bedroht wurde, hätte ich schon erwartet, dass sie nicht überrascht sind, wenn die Tür aufgeht und die Frau mit dem Messer in der Hand rauskommt (Fake-Story?)
All das klärt nun das Landespolizeikommando Steiermark (die keine Ahnung haben, wie es in Wien zugeht und NICHT EINGEWEIHT sind)
Interimsjustizminister Werner Kogler (kennt sich nicht aus) lässt es erstaunlicherweise zu, dass sich die Staatsanwaltschaft der Exekutive bedient, um Tatzeugen einzuvernehmen (Gewaltentrennung auf Österreichisch) Genau das sollte eigentlich nicht passieren, aber in Österreich ist alles möglich.
Auch die Wiener Gesundheitsbehörden werden den Fall evaluieren müssen (und auch das zuständige Bezirksgericht, dass die Sachwalterin Vospernik zur Verantwortung wegen grob fahrlässiger Vernachlässigung der Kurandin ziehen wird müssen)
Wie die Erw.vertreterin Vospernik erzählt, gibt es in Wien zahlreiche psychisch erkrankte Menschen, wie Sigrid S., die auffällig werden, um die sich die Psychiatrien nach der Erstversorgung aber nicht weiter kümmern.
Manchmal komme es vor, dass diese Patienten selbst Straftaten verüben, manchmal dass sie zu Opfern von Straftaten werden. Manche lehnen auch psychiatrische Behandlungen ab, weil sie Opfer von Sekten wurden.
Sigrid S. starb im SMZ-Ost. Im Hubschrauber, der in der gesperrten Auhofstraße landete, hatten Ärzte erfolglos um ihr Leben gekämpft. Ihre Wohnung ist nun leer (no ned).
Ihr Küchenmesser (das ihr die Sachwalterin hätte wegnehmen sollen - daher wäre Anzeige gegen die Sachwalterin notwendig) fotografiert von der Polizei, ist in allen Zeitungen abgedruckt. (Dafür bekamen vermutlich Angestellte der Polizei etwas Geld von den Medien).
Die Litigation-PR der Polizei wirkt (Zitat Klenk)
Kürzlich klopften Unbekannte an die Tür der Nachbarin. Sie wollten wissen, ob die frei gewordene Wohnung zum Verkauf stünde. So eine Immobilie sei in Corona-Zeiten ein gutes Investment.
Text und Rekonstruktion: Florian Klenk.
Redaktion und Kommentare: Initiative Gerichtl. Erwachsenenvertretung Wien
Wien, 15. Jänner 2021

https://www.falter.at/maily/576/413-die-geschichte-von-sigrid-s?ref=homepage

Die Helferin rief die Polizei. Vier Streifenpolizisten und vier Beamte der Wega rückten an. Die Wega-Leute trugen Schutzweste und Splitterschutzhelm samt Splitterschutzbrille. Die Beamten positionieren sich "hintereinander links und rechts vor der Wohnungstür, leicht versetzt, um sich durch eine mögliche Schussabgabe des Gegenübers durch die geschlossene Tür bestmöglich zu schützen". Sie brachten die Dienstpistole Glock 17 in die "entschlossene Schießhaltung" und ein Beamter brachte den Taser in Anschlag. Dann öffnete sich die Türe. Sigrid S. kam, so wie befürchtet, mit dem Messer auf den Gang gestürzt. Sie bekam einen Elektroschock, dann wurde sie erschossen. Die Pressestelle steckte den Medien ein Foto ihres Messers zu. Die druckten es ab. Was von all dem zu halten ist, habe ich hier aufgeschrieben. Ende Zit Klenk 

Resumee - wer ist Schuld am Mord an der entmündigten Pensionistin?
1. Die Sachwalterin (Gerichtliche Erwachsenenvertreterin) hat ihre Obsorge- und Personensorge-Pflichten schwerst vernachlässigt. Sie ist von Gesetzes wegen verpflichtet, einmal im Monat nach den Wohnverhältnissen ihrer Kurandin Nachschau zu halten. Ein so großes scharfes Messer sollte in einem Kurandenhaushalt einer schwer schizophrenen Patientin nicht vorhanden sein - auch keine Waffe anderer Art.
2. Die Pflegerin (Heimhilfe) hat überreagiert. Auch sie dürfte mangelnde Ausbildung haben im Umgang mit psychisch Kranken Menschen - wenn sie schon zittert, nur wenn eine mit dem Messer hantiert, ist sie UNGEEIGNET für diesen Job. Auch dies fällt wieder auf die Sachwalterin zurück, die ihre Aufsichts- und Obsorge-Pflichten in diesem Falle schwerst vernachlässigt hat.
3. WER RIEF DIE POLIZEI? Der Polizei-Notruf und die NachbarInnen: Unklare Angaben finden wir im Falter-Bericht, wer nun die Polizei gerufen hat: Die Nachbarn oder die Pflegerin, die vollkommen überfordert zuerst bei den Nachbarn läutete (oberster Stock) und dann auf die Straße lief. Alles liest sich wie ein Drehbuch im Falter-Bericht.
4. WER entschied über den Wega-Einsatz - wie lange dauerte es, bis 4 Streifenpolizisten und 4 Wega-Beamte (gleichzeitig) in der Auhofstraße waren? Es gibt hier Unstimmigkeiten genau so wie beim Wega-Einsatz (Terroranschlag Wien) am 2. November 2020.
5. Notwehr-Exzess Das Hauptproblem liegt aber doch bei der Polizei: Ein Beamter versucht die Frau, mit einem Elektroschocker zu LÄHMEN, EIN ANDERER SCHIESST SIE IM SELBEN MOMENT NIEDER.
Vermutlich waren die Streifenpolizisten und die Wega-Beamten nicht aufeinander abgestimmt.
Eine pflegebedürftige 67-jährige Frau (auch wenn sie in der Psychose enorme Kräfte entwickelt) kann ein geschulter Polizist jederzeit mit einem Griff überwältigen und ihr das Messer aus der Hand reissen - das sieht man täglich in allen Krimis, wie die Polizisten das genau machen. (erst jüngst wieder im TATORT ZIRKUSKIND aus Ludwigshafen)
WOZU HABEN DIESE POLIZISTEN SO EINE LANGE AUSBILDUNG, dass sie dann unschuldige (wenn auch psychisch kranke) Menschen töten.
6. Jetzt noch eine Verschwörungstheorie von mir: Vielleicht war es ja auch ganz anders als im Falter-Bericht und es war ein Auftragsmord um an die Wohnung zu kommen. Siehe letzter Satz im Falter-Bericht.
In Österreich ist alles möglich und denkbar.




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