Die JVA Hindelbank ist die einzige Justizvollzugsanstalt für Frauen in der deutschsprachigen Schweiz. Sie dient dem Straf- und Massnahmenvollzug mit Frauen im geschlossenen und offenen Bereich.
Die JVA Hindelbank verfügt über eine Aussenwohngruppe ausserhalb der Justizvollzugsanstalt. Sie bietet Platz für 10 Frauen. Je zwei bis drei eingewiesene Frauen teilen sich eine Wohnung. Die Aussenwohngruppe eröffnet den eingewiesenen Frauen die Möglichkeit in einem offenen Rahmen ein Übungsfeld mit Blick auf die bevorstehende Entlassung.
Die eingewiesenen Frauen bewerkstelligen ihren Alltag selbständig (mit/ohne Kind) und gehen in der Regel einer externen Arbeit nach (externe Beschäftigung und Arbeitsexternat). Die Begleitung erfolgt durch Wohn- und Jobcoach. Es darf keine akute Suchtproblematik vorliegen.
Nachdem in den ehemaligen Schlossgebäuden zuerst eine Armenanstalt für Frauen untergebracht war, erfolgte 1896 eine Umwandlung in eine Zwangsarbeitsanstalt für Weiber. 1912 wurde diese zur Arbeits- und Strafanstalt für Frauen und später zu den Anstalten HindelbankMariella Mehr, deren Sippe das Thema der Arbeit war, ist überzeugt, dass die Dissertation schon Jahre vor ihrer wissenschaftlichen Anerkennung Folgen hatte und eine Rechtfertigung für die Aktionen der Kinder der Landstrasse lieferte. Deren erste Version sei bereits an psychiatrischen Kliniken benutzt worden.
Schon seine Vorgänger Josef Jörger, Johann Benedikt Jörger und Gottlob Pflugfelder beschäftigten sich intensiv mit Jenischen. Josef Jörger sah bei Jenischen «ein vom Urahn begründetes, vom Ahnen gehäuftes, unheilvolles Erbe von moralisch-ethischem Schwachsinn». Dieses «unheilvolle Erbe» gelte es durch Einsperrung, frühe Kindswegnahmen, Verhinderungen von Ehen der Jenischen untereinander «auszugleichen». In der Klinik Waldhaus wurden unter den vier genannten Direktoren viele Jenische interniert. Die Klinik führte unter Fontana die «psychiatrischen Familiengeschichten» Jörgers über Jenische anhand nachgeführter und auf andere Familien ausgeweiteter Stammbäume weiter.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen