Samstag, 1. März 2014

Die Option für die Armen - die Mündel-Menschenwürde aus christlicher Sicht?

Ein berührender Text einer Christin, SAP-Beraterin und Mündel im Auftrag des BM für Finanzen und Bundesrechenzentrums Wien:

Gestern besuchte ich (Rosy) im Kardinal-König-Haus in Wien einen Vortrag von Pater JON SOBRINO SJ. Das Thema war:

BEKEHRUNG DER KIRCHE ZU DEN ARMEN
Das Zeugnis von Erzbischof Oscar Romero
28. Februar 2014, 19 Uhr - Kardinal-König-Haus Wien

Jon Sobrino SJ: Ein edler Mensch, ein Baske mit adeligen Zügen und vielen Schutzengeln

Wie einigen Alt-68-ern vielleicht noch bekannt ist, wurde Erzbischof Romero während einer Predigt in einer Krankenhaus-Kapelle erschossen. Eine sehr traurige Geschichte.

Aber was hat Christentum mit Marxismus zu tun - was hat die "Option für die Armen" mit Karl Marx und Co zu tun?

Genau darüber haben die Befreiungstheologen der 1980-er Jahre nachgedacht. Und genau deswegen waren bei dem Vortrag des Jesuiten gestern auch einige atheistische Marxisten und Marxistinnen der alten Friedensbewegung und Umweltbewegung in Österreich.

Ja, das waren noch Zeiten, die 1980-er Jahre, da gab es noch Idealismus und echte Werte.
Viele sind ja heute z.B. von den GRÜNEN enttäuscht, weil sie all diese Ideale und Werte verraten haben, z.B. auf dem Altar des Kapitalismus, der Ideologie "Mach Geld, mach mehr Geld, mach dass andere Geld machen". (Siehe dazu auch die neue Bewegung: Greentology)

Aber zurück zu Jon Sobrino: Er entging übrigens im Jahr 1989 knapp einer Ermordung - er hatte wohl einen Schutzengel.
Im März 2007 hat die römische Glaubenskongregation (Vatikan) einige Thesen des Jesuiten Sobrino durch eine sogenannte NOTIFIKATION verurteilt.

Aber bitte was zum Teufel hat die Option für die Armen, die Befreiungstheologie mit Sachwalterschaftsmissbrauch in Österreich zu tun?

Ich bin der Meinung: Sehr viel!

Die Option für die Armen (Mündel) oder "Mit Mündel verhandeln wir nicht"

Besonders eindrucksvoll ist mir persönlich das Telefonat mit dem Leiter der Ombudsstelle der ERSTE Bank in Erinnerung:

Herr Strasser meinte: MIT MÜNDELN VERHANDELN WIR NICHT

Ich fühlte mich dabei in meiner Menschenwürde sehr verletzt.
Ich fühlte mich auch in meiner Menschenwürde verletzt, dass ich durch die Intervention des BM für Finanzen elf Jahre rückwirkend für geschäftsunfähig erklärt wurde.

Ich fühlte mich auch in meiner Menschenwürde verletzt, dass der Sachwalter mir in fast drei Jahren aufrechter Sachwalterschaft nur zwei Mal einen Termin in seiner Nobelkanzlei (mit Biedermeier-Möbeln, die einen Wert von mehr als 100.000 Euro haben) gewährte

Ich fühlte mich auch in meiner Menschenwürde verletzt, als ich nur 300 Euro im Monat zum Leben bekam - obwohl mein Einkommen weit mehr ausmachte.

Ich fühlte mich auch in meiner Menschenwürde verletzt, als man mir als studierte SAP-Beraterin und Mitarbeiterin im Projekt BUNDESHAUSHALT auf SAP nicht zugestand, dass ich meine eigene kleine Einnahmen- Ausgaben-Rechnung durchführen und bewältigen kann.

Ich fühlte mich auch in meiner Menschenwürde verletzt, als ich - trotz hohen Guthabens auf dem Girokonto - keine Möglichkeit hatte, für meine Venenerkrankung Heilmittel zu kaufen, die die Krankenkasse nicht bezahlt.

Ich fühlte mich auch in meiner Menschenwürde verletzt, als man über mich im ALPENPARLAMENT meinte: "In Russland wäre ich tot, in Österreich bin ich nur entmündigt"

Ich fühlte mich auch in meiner Menschenwürde verletzt, als mir die ERSTE Bank der Österreichischen Sparkassen mitteilte, dass es für mich lebenslängliche KREDITUNWÜRDIGKEIT gibt.

Ich fühlte mich auch in meiner Menschenwürde verletzt, als mir das ARBEITSMARKTSERVICE Wien die freie Berufswahl verbot.

Ich fühlte mich auch in meiner Menschenwürde verletzt, als ich von WT und Caritas Ausländerberatung ARBEITSVERBOT auch im EHRENAMT erhielt.

Ich fühlte mich auch in meiner Menschenwürde verletzt, als ich (als gelernte SAP-Beraterin, Immobilienverwalterin, Rechnungswesenspezialistin) in einen AMS-Kurs für Flüchtlinge, die kaum ein Wort deutsch konnten, vermittelt wurde.

Ich fühlte mich auch in meiner Menschenwürde verletzt, als ich zur "Sappressive Person" erklärt wurde und dadurch alle Menschenrechte verlor und weltweit zum FREIWILD erklärt wurde.

Ich fühlte mich auch in meiner Menschenwürde verletzt, als die THERME Wien Oberlaa, wo ich jahrelang Kundin war, mir eine VERTRAGS-UNTERZEICHNUNG verweigerte.

Ich fühlte mich auch in meiner Menschenwürde verletzt, als A1 Telekom mir - auch nach Beendigung der Sachwalterschaft - einen Internet-Vertrag nur unter der Bedingung einer hohen Kautionszahlung gewähren wollte.

Ich fühlte mich auch massiv in meinen Menschenrechten beeinträchtigt, als die ERSTE Bank der Österreichischen Sparkassen in einem DATENAUSZUG mitteilte, dass auch 17 Monate nach Aufhebung der Sachwalterschaft die ADRESSE des Sachwalters als MEINE HAUPTWOHNADRESSE geführt wird. (Recht auf Datenschutz)

Ich fühlte mich auch massiv in meiner Menschenwürde beeinträchtigt, als im Jahre 2007 auf www.peterpilz.at meine Persönlichkeitsrechte massiv verletzt wurden, der Anwalt der Grünen, Dr. Noll, mich nötigte, auf eine Privatklage zu verzichten und der Richterin den Vergleich diktierte.

Ich fühlte mich auch massiv in meinen Menschenrechten beeinträchtigt, als ich nur wegen einer Nationalratskandidatur entmündigt und aller Bürgerrechte beraubt wurde.

Ich fühlte mich auch in meinen Menschenrechten verletzt, als der Sachwalter sich nicht um meine Angelegenheiten kümmerte und ich alle Sozial-Anträge selbst stellen musste - der Sachwalter aber die positive Erledigung als seine Leistung gegenüber dem Gericht darzustellen versuchte.

Ich fühle mich einfach durch den Status "sappressive Person" laut FG 67 zutiefst in meiner Würde als Mensch und Frau gedemütigt.

Ich fühle mich in meinen Menschenrechten verletzt, weil ich entmündigt wurde, nur weil ich durch meine Tätigkeit für das Finanzministerium und Bundesrechenzentrum zu viel wusste.

Ich fühle mich in meinen Menschenrechten und in meiner Menschenwürde als gebildete Akademikerin und österreichische Staatsbürgerin zutiefst verletzt, wenn man mir erklärt: Sei froh: BESSER EINE ENT-MÜNDIGUNG als eine Smith& Wesson-Mündung vor dem Gesicht.

Haben wir Frauen überhaupt keine Menschenwürde?
Ist es eine Menschenrechtsverletzung wenn Banken und Firmen erklären:

MIT MÜNDELN VERHANDELN WIR NICHT

(der Menschenrechtsverletzer Herr Strasser  ist übrigens noch immer Leiter der Ombudsstelle der ERSTE Bank, die gerne im Auftrag von reichen Anwälten reiche alte Menschen entmündigen lässt um an einen Teil ihres Vermögens zu kommen)

Papst Franziskus, Apostolisches Schreiben "Evangelii Gaudium" (Die Freude des Evangeliums, Nr. 198)

Für die Kirche ist die "Option für die Armen" in erster Linie eine theologische Kategorie und erst an zweiter Stelle eine kulturelle, soziologische, politische oder philosophische Frage. Gott gewährt ihnen "seine erste Barmherzigkeit" (Johannes Paul II.)....Aus diesem Grund wünsche ich mir eine arme Kirche für die Armen. Wir sind aufgerufen, Christus in ihnen zu entdecken (auch in den armen entrechteten und beraubten STAATS-MÜNDELN der Republik Österreich, die mit 200 Euro im Monat ihr Dasein fristen müssen?), uns zu Wortführern ihrer Interessen zu machen, aber auch ihre Freunde zu sein, sie anzuhören, sie zu verstehen und die geheimnisvolle Weisheit anzunehmen, die Gott uns durch sie mitteilen will. (vgl dazu Mt 25) Quelle: Mitteilungsblatt SJ "Arme Kirche der Armen"
MEIN KOMMENTAR: Genau das habe ich mir gedacht, als ich die Staatsfolter als Zeugin von Straftaten über mehr als drei Jahre erdulden musste (mit schmerzlichen gesundheitlichen Folgen, weil der Sachwalter mir jegliche Bezahlung von medizinischer Hilfe verweigerte):

Irgendeinen Sinn muss das ja gehabt haben, dass ich diese Hölle des Sachwalterschaftsmissbrauch überlebt habe:
Also dachte ich mir: Ich könnte anderen Mündeln vielleicht helfen, die selbst durch diese Demütigungen durch Banken, Firmen, Sachwaltern durchgehen mussten. Ich könnte mich zur Wortführerin der ARMEN MÜNDELN machen, besonders jener alten und behinderten Menschen, die in Pflegeheimen ihr Dasein fristen müssen und mit deren hart ersparten Pensionsgeld und Pflegegeld so mancher Sachwalter, so manche Sachwalterin sich ein luxuriöses Leben gönnt.

Die Politik schaut dabei zu, besonders jene Parteien, die sich als Anwalt der Arbeiterinnen in früheren Zeiten einen Namen gemacht haben.













Mach Geld, mach mehr Geld, mach dass andere Geld machen - soll sein alleine das GESETZ.

Dieser Doktrin steht die Botschaft des Evangeliums des Jesus von Nazareth diametral entgegen.
Wir sollen also ein Herz haben und nicht die Sappressive Persons umbringen oder umbringen lassen.

Das gibt mir Hoffnung und vielleicht ist der grausame Tod des Bischof Romero doch nicht ganz vergeblich gewesen, denn wir Christen und Christinnen haben eine HOFFNUNG (Gaudium spes) auch über den Tod hinaus, wenngleich wir uns den Himmel auch gemäß Matthäus 25 verdienen müssen oder vielmehr dürfen.

Und das ist eine FREUDE, die wir nicht alleine durch GELD und Vermögen anhäufen können.

Und gerade deswegen hat mir dieser Text gerade in meinen dunkelsten Stunden des Hungerns, des Entrechtet-Seins und Beraubt-Seins an Geld, Vermögen und Menschenrechten immer die größte HOFFNUNG (die spes contra spem) gegeben:

Vom Weltgericht
Mt 25,31Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.
Mt 25,32Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.
Mt 25,33Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken.
Mt 25,34Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.
Mt 25,35Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen;
Mt 25,36ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.
Mt 25,37Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben?
Mt 25,38Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben?
Mt 25,39Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
Mt 25,40Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.
Mt 25,41Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!
Mt 25,42Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;
Mt 25,43ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht.
Mt 25,44Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen?
Mt 25,45Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.
Mt 25,46Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.




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