Dienstag, 15. August 2023

Heimdrehung im Gefängnis, psychiatrische Gutachten von Axtmördern: eine Österreich-Saga

 Heimdrehung im Gefängnis oder eine Österreich-Saga

Exkurs: psychiatrische Gutachten von Schwerverbrechern

Wien, 15. August 2023 13.8. bis 15.8.2023

Die Hackenmorde von Hietzing (Pentagramm) im Mai 2008 - am Dienstag nach Pfingsten - könnte man als Schlüsselereignis nehmen für ein Drehbuch a la
Ringstraßenpalais, also eine Erzählung, die über längere Zeit über mehrere Jahrzehnte an Hand des Schicksals z.B. einer Familie die wechselvolle Geschichte eines Landes erzählt, die Geschichte einer Familie eingewoben in die wechselvollen politischen Ereignisse eines Landes.

WOBEI das Ringstraßenpalais ja wirklich eine große Saga ist, die im 19. Jahrhundert beginnt und die Geschichte einer Adelsfamilie erzählt bis in die 1970-er Jahre, großartig verfilmt mit unvergleichlichen und unvergesslichen österr. SchauspielerInnen.



Diesen Anspruch habe ich nicht. Ich möchte nur Geschichten über 3 oder 4 Jahrzehnte erzählen, vielleicht beginnend mit der Briefbombencausa 1993 bis 1997 oder Österreichs Beitritt zur EU, verwoben mit einigen persönlichen Schicksalen.
Politik spielt immer eine Rolle, weil sie das Leben von Individuen, Familien, Firmen, Karrieren beeinflusst. Feiertage, religiöse Rituale spielen gerade im früher katholischen Österreich ebenso eine große Rolle: sie werden als arbeitsfrei gefeiert von Atheisten, Moslems und vielen mehr: Hauptsache arbeitsfrei und bezahlter Urlaubstag.
Aber das ist eine andere Geschichte.


Ich beginne nun mal mit Pfingsten 2008 als Schlüsselereignis für meine Ö-Saga:
Am Dienstag, dem 13. Mai 2008, der Dienstag nach Pfingsten ermordete ein Angestellter des SPÖ-Parlamentsclubs seine Frau (Protokollchefin des ÖVP-Finanzministers) sein 7-jähriges Kind, seine Eltern in OÖ und seinen Schwiegervater daselbst. Der Grund: Schulden von ca. 200.000 Euro oder mehr. Danach ging er noch ins Bordell, dann stellte er sich der Polizei (das erinnert ein bisschen an Herrn R., der auch noch die Polizei anrief, nachdem er Mutter und Ehefrau im Burgenland ermordete 22.7.2020)
Peter Turrini schrieb ein Theaterstück darüber, das auch im Theater an der Josefstadt von Deutschen inszeniert wurde. Na klar.

Exkurs Bezirksgericht Wien-Liesing:

Warum habe ich mich gerade jetzt daran erinnert? Ich recherchierte für einen Journalisten zum Thema "Psychiatrische Gutachten im Entmündigungsverfahren". Da googelte ich den Namen STEINBAUER und fand nach vielen Versuchen auf Seite 5 oder 6 in der google-Suche einen kurzen Artikel im Pressreader von Martina Prewein (Kronenzeitung) von ungefähr Jänner 2021.
Der Hackenmörder von Hietzing hat sich im Gefängnis selbst das Leben genommen. Es muss so Ende 2020 gewesen sein - sehr günstig für Vertuschungen bezüglich Skandale im Gefängnis rund um Corona und Lockdowns.

Derzeit finde ich diesen Artikel nicht mehr. Ich weiß auch nicht, ob er auch in Druckversion in der Kronenzeitung erschien. Martina Prewein schreibt in der Sonntagskrone oft über Kriminalfälle in Österreich.
Hoppla - doch gefunden:

Jetzt doch gefunden bei meiner Recherche zu #Maßnahmenvollzug und psychiatrische Gutachten: der Axtmörder von Hietzing (Mai 2008) früher Angestellter im spö-Parlamentsclub nahm sich im Dezember 2020 in der Justizvollzugsanstalt Garsten das Leben. Möglicher Grund: er wollte nicht in ein Gefängnis für geistig abnorme Rechtsbrecher (sic) verlegt werden. Geistig abnorm ist wirklich ein relativer Begriff in Österreichs Justiz.


Bericht Pressreader 30. Jänner 2021: Axtmörder starb in Gefängniszelle (Garsten) 

Die Justizanstalt Garsten ist eine österreichische Strafvollzugsanstalt in Garsten in Oberösterreich. Als Strafvollzugsanstalt ist das Gefängnis für die Aufnahme von Straftätern mit Haftstrafen von über 18 Monaten bis lebenslang ausgelegt. Die Anstalt befindet sich zum größten Teil in den ehemaligen Gebäuden des Stifts Garsten, eines ehemaligen Benediktinerklosters. Sie gehört zu den drei Justizanstalten Österreichs, in denen langstrafige Haftstrafen an männlichen Insassen vollzogen werden (die anderen beiden sind Graz-Karlau und Stein).



Conclusio:
Jedenfalls ist das Gefängnis und speziell der #Maßnahmenvollzug ein wunderbarer Ort, um Versuche zu machen: Versuche mit Menschen, z.B. mit Psychopharmaka aber auch mit nicht zugelassenen Impfungen etc.



Ein realer Axtmörder lieferte die zentrale Figur zu Peter Turrinis neuem Stück "Aus Liebe". Uraufgeführt wird es am Donnerstag in der Wiener Josefstadt. Der Schriftsteller im Gespräch mit der <em>Kleinen Zeitung</em>.

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