Dienstag, 19. Januar 2021

Entmündigte schizophrene Uno-Beamtin in Wien von Polizei erschossen: Der Falter berichtet:

Die Geschichte der erschossenen Pensionistin - ein besonderer Fall von SW-Missbrauch und Vernachlässigung des gerichtlichen Erwachsenenvertreters betreff der Kurandin
Am 5. Jänner gegen 12 Uhr klingelt die Heimhilfe Beate L. an der Wohnungstüre der 66-jährigen Pensionistin Sigrid S. in der Auhofstraße, einem schmucklosen Bau aus den 1970-er Jahren im Westen Wiens. In der Hand hält die Helferin ein Papiersackerl mit Bananen: Obst für die alte Dame.
Weil S. offenbar auch überfordert wirkte, kümmerte sich seit sieben Jahren ein Sachwalter um die Frau. Seit einem Jahr erledigte den Job die Rechtsanwältin Manuela Anna Sumah-Vospernik als Erwachsenenvertreterin, sie wurde vom Gericht bestellt.
Im Juli des vergangenen Jahres, als sich die Nachbarn Sorgen um Sigrid S. wegen der Schreie machten, rückten zwei Mitarbeiter ihrer Kanzlei und ein Schlosser aus, um mit einem Arzt eine Begutachtung von Frau S. durchzuführen.
Erst als der Schlosser die Tür aufbohren wollte, sperrte die Dame auf - einen zugespitzten Besenstiel in der Hand - zur Verteidigung.
Sie fühlte sich offenbar bedroht, hielt die unbekannten Besucher für Angreifer, aber sie beruhigte sich auch schnell wieder.
Frau S. sprach davon, wie so oft, in einer von ihr selbst erfundenen Sprache (Esperanto?)






Am 5. Jänner, gegen zwölf Uhr mittags, klingelt die Heimhilfe Beate L. an der Wohnungstür der 66-jährigen Pensionistin Sigrid S. in der Auhofstraße, einem schmucklosen Bau aus den 1970er-Jahren im Westen Wiens. In der Hand hält die Helferin ein Papiersackerl mit Bananen, Obst für die alte Dame.


Beate L. wartet ein wenig, nachdem sie geklingelt hat, dann ruft sie durch die geschlossene Türe: "Frau S.! Ich komme von der Sachwalterin!"
Die Heimhilfe weiß, dass Sigrid S. den Kontakt zu Menschen scheut. Oft öffnet die Frau die Türe gar nicht, manchmal nur einen Spalt. Wenn jemand Einkäufe liefert - Supermärkte oder eben Heimhilfen -, stellen sie die Sackerln vor die Tür. Erst wenn alle weg sind, macht Sigrid S. auf und zieht die Ware in ihre Eigentumswohnung.

Sie nutzte Worte, die nur sie kannte, und war dann kaum noch zu stoppen (wobei?)
Ihre Persönlichkeit sei gespalten, hieß es, vielleicht leide sie an einer Erkrankung aus dem "schizophrenen Formenkreis".
Vielleicht habe sie aber auch aufgrund jahrelanger Einsamkeit und fehlender Übung und deutlich eingeschränkter Kommunikation mit der Umgebung die Nutzung der Sprache verlernt, heißt es in einem Bericht über sie.
Auch Deprivation, also Vereinsamung, attestiert der Arzt (Psychiatrische Gutachter)

Verwahrlost oder gefährlich war Frau S nie. Sie hatte einen vollen Kühlschrank, ihre Kleidung war gepflegt.
1200 Euro Pension (stimmt sicher nicht, weil Pensionisten der Uno viel höhere Pensionen haben)
In einem E-Mail an ihre Vorgesetzte schildert die Heimhilfe BEATE L. was anschließend geschah:
"Kurz darauf öffnete sie die Türe mit einem großen Küchenmesser in der Hand (dieses hätte der Sachwalter, die Sachwalterin bei einem Besuch der Kurandin wegnehmen müssen - beachte: die Sachwalterin hätte die Pflicht einmal im Monat die Wohnverhältnisse der Kurandin zu begutachten - dieser Pflicht ist Frau Vospernik offenbar nicht nach gekommen)
und zielte auf mich. Ich habe einige Schritte zurück gemacht, aber sie folgte mir mit dem Messer und hielt es ca. 20 cm von meinem Hals entfernt." Ende Zitat
Sigrid S. habe etwas geredet, was ich nicht verstanden habe - schreibt die Heimhilfe weiter.
"Was machen Sie da, beruhigen Sie sich", habe sie der alten Dame zugerufen.
Die habe sich jedoch in ihre Wohnung zurück gezogen und die Tür geschlossen. Als die Pflegerin, die eigenen Aussagen zufolge vor "Schreck kaum noch stehen konnte" (für solche Situationen sollten die AltenpflegerInnen geschult sein), bei einem Nachbarn läutete, hörte sie wieder Geräusche hinter der Tür. Sie habe Angst gehabt, Frau S. würde sie erneut attackieren. Daher sei sie so schnell wie möglich auf die Straße gelaufen.

Eine verwirrte alte Frau, besachwaltet, bewaffent mit einem Küchenmesser. Das ist ein Routinefall für Amtsarzt, Polizei und Psychiatrie, möchte man meinen.
Es kommt jedoch anders. Maskiert schwer bewaffnet und mit kugelsicheren Westen (was sagte die Pflegerin den Polizisten am Telefon - dies muss im Polizei-Protokoll dokumentiert sein) rücken vier Beamte der Wiener Alarmabteilung WEGA (haben die in Zeiten von Terrorismus in Wien nichts Besseres zu tun als alte entmündigte Leute zu erschießen?) und vier Streifenpolizisten an.
Sie positionieren sich dabei offenbar so, dass sie von der Frau angeblich überrascht werden - und das obwohl die Beamten aufgrund des Notrufs davon informiert gewesen sein müssen, in welchem Ausnahmezustand sich Sigrid S. befindet UND DASS SIE BEWAFFNET IST:
Nochmals: Der Sachwalter muss einmal im Monat die Wohnung des Kuranden überprüfen. Dies machen jedoch tausende Sachwalter in Österreich nicht. Scharfe Messer dürften Psychiatrie-Patienten nicht zu Hause haben.
Mit dem Messer in der Hand sei die Frau plötzlich vor den Beamten gestanden (wurde die Türe aufgebrochen oder hat sie freiwillig aufgemacht?) gibt die Landespolizeidirektion bekannt, dabei war genau das der Einsatzgrund.
Ein Polizist versucht, die Frau mit einem Elektroschocker zu lähmen. (Lernen die Polizisten keinen Griff, wie man eine psychisch kranke alte pflegebedürftige alte Frau mit einem Messer einfach händisch überwältigt - man sieht es täglich in den Krimis im Fernsehen)
Ein anderer schießt sie im selben Moment nieder - die Streifenpolizisten und die Wega können offenbar nicht miteinander abgestimmt arbeiten.
Straflose Notwehr - oder Notwehrexzess - Notwehr gegen eine alte verwirrte Dame.
Ein Polizist meint: Wenn die Wega zu einem Einsatz gerufen wird (haben offenbar nichts Besseres zu tun, weil die Terroristen eh schon in den Ämtern sitzen) bei dem eine Heimhilfe mit einem Messer bedroht wurde, hätte ich schon erwartet, dass sie nicht überrascht sind, wenn die Tür aufgeht und die Frau mit dem Messer in der Hand rauskommt (Fake-Story?)
All das klärt nun das Landespolizeikommando Steiermark (die keine Ahnung haben, wie es in Wien zugeht und NICHT EINGEWEIHT sind)
Interimsjustizminister Werner Kogler (kennt sich nicht aus) lässt es erstaunlicherweise zu, dass sich die Staatsanwaltschaft der Exekutive bedient, um Tatzeugen einzuvernehmen (Gewaltentrennung auf Österreichisch) Genau das sollte eigentlich nicht passieren, aber in Österreich ist alles möglich.
Auch die Wiener Gesundheitsbehörden werden den Fall evaluieren müssen (und auch das zuständige Bezirksgericht, dass die Sachwalterin Vospernik zur Verantwortung wegen grob fahrlässiger Vernachlässigung der Kurandin ziehen wird müssen)
Wie die Erw.vertreterin Vospernik erzählt, gibt es in Wien zahlreiche psychisch erkrankte Menschen, wie Sigrid S., die auffällig werden, um die sich die Psychiatrien nach der Erstversorgung aber nicht weiter kümmern.
Manchmal komme es vor, dass diese Patienten selbst Straftaten verüben, manchmal dass sie zu Opfern von Straftaten werden. Manche lehnen auch psychiatrische Behandlungen ab, weil sie Opfer von Sekten wurden.
Sigrid S. starb im SMZ-Ost. Im Hubschrauber, der in der gesperrten Auhofstraße landete, hatten Ärzte erfolglos um ihr Leben gekämpft. Ihre Wohnung ist nun leer (no ned).
Ihr Küchenmesser (das ihr die Sachwalterin hätte wegnehmen sollen - daher wäre Anzeige gegen die Sachwalterin notwendig) fotografiert von der Polizei, ist in allen Zeitungen abgedruckt. (Dafür bekamen vermutlich Angestellte der Polizei etwas Geld von den Medien).
Die Litigation-PR der Polizei wirkt (Zitat Klenk)
Kürzlich klopften Unbekannte an die Tür der Nachbarin. Sie wollten wissen, ob die frei gewordene Wohnung zum Verkauf stünde. So eine Immobilie sei in Corona-Zeiten ein gutes Investment.
Text und Rekonstruktion: Florian Klenk.
Redaktion und Kommentare: Initiative Gerichtl. Erwachsenenvertretung Wien
Wien, 15. Jänner 2021

https://www.falter.at/maily/576/413-die-geschichte-von-sigrid-s?ref=homepage

Die Helferin rief die Polizei. Vier Streifenpolizisten und vier Beamte der Wega rückten an. Die Wega-Leute trugen Schutzweste und Splitterschutzhelm samt Splitterschutzbrille. Die Beamten positionieren sich "hintereinander links und rechts vor der Wohnungstür, leicht versetzt, um sich durch eine mögliche Schussabgabe des Gegenübers durch die geschlossene Tür bestmöglich zu schützen". Sie brachten die Dienstpistole Glock 17 in die "entschlossene Schießhaltung" und ein Beamter brachte den Taser in Anschlag. Dann öffnete sich die Türe. Sigrid S. kam, so wie befürchtet, mit dem Messer auf den Gang gestürzt. Sie bekam einen Elektroschock, dann wurde sie erschossen. Die Pressestelle steckte den Medien ein Foto ihres Messers zu. Die druckten es ab. Was von all dem zu halten ist, habe ich hier aufgeschrieben. Ende Zit Klenk 

Resumee - wer ist Schuld am Mord an der entmündigten Pensionistin?
1. Die Sachwalterin (Gerichtliche Erwachsenenvertreterin) hat ihre Obsorge- und Personensorge-Pflichten schwerst vernachlässigt. Sie ist von Gesetzes wegen verpflichtet, einmal im Monat nach den Wohnverhältnissen ihrer Kurandin Nachschau zu halten. Ein so großes scharfes Messer sollte in einem Kurandenhaushalt einer schwer schizophrenen Patientin nicht vorhanden sein - auch keine Waffe anderer Art.
2. Die Pflegerin (Heimhilfe) hat überreagiert. Auch sie dürfte mangelnde Ausbildung haben im Umgang mit psychisch Kranken Menschen - wenn sie schon zittert, nur wenn eine mit dem Messer hantiert, ist sie UNGEEIGNET für diesen Job. Auch dies fällt wieder auf die Sachwalterin zurück, die ihre Aufsichts- und Obsorge-Pflichten in diesem Falle schwerst vernachlässigt hat.
3. WER RIEF DIE POLIZEI? Der Polizei-Notruf und die NachbarInnen: Unklare Angaben finden wir im Falter-Bericht, wer nun die Polizei gerufen hat: Die Nachbarn oder die Pflegerin, die vollkommen überfordert zuerst bei den Nachbarn läutete (oberster Stock) und dann auf die Straße lief. Alles liest sich wie ein Drehbuch im Falter-Bericht.
4. WER entschied über den Wega-Einsatz - wie lange dauerte es, bis 4 Streifenpolizisten und 4 Wega-Beamte (gleichzeitig) in der Auhofstraße waren? Es gibt hier Unstimmigkeiten genau so wie beim Wega-Einsatz (Terroranschlag Wien) am 2. November 2020.
5. Notwehr-Exzess Das Hauptproblem liegt aber doch bei der Polizei: Ein Beamter versucht die Frau, mit einem Elektroschocker zu LÄHMEN, EIN ANDERER SCHIESST SIE IM SELBEN MOMENT NIEDER.
Vermutlich waren die Streifenpolizisten und die Wega-Beamten nicht aufeinander abgestimmt.
Eine pflegebedürftige 67-jährige Frau (auch wenn sie in der Psychose enorme Kräfte entwickelt) kann ein geschulter Polizist jederzeit mit einem Griff überwältigen und ihr das Messer aus der Hand reissen - das sieht man täglich in allen Krimis, wie die Polizisten das genau machen. (erst jüngst wieder im TATORT ZIRKUSKIND aus Ludwigshafen)
WOZU HABEN DIESE POLIZISTEN SO EINE LANGE AUSBILDUNG, dass sie dann unschuldige (wenn auch psychisch kranke) Menschen töten.
6. Jetzt noch eine Verschwörungstheorie von mir: Vielleicht war es ja auch ganz anders als im Falter-Bericht und es war ein Auftragsmord um an die Wohnung zu kommen. Siehe letzter Satz im Falter-Bericht.
In Österreich ist alles möglich und denkbar.




Donnerstag, 17. Dezember 2020

Schwer psychisch kranke Patientin aus OÖ in Justizvollzugsanstalt für geistig abnorme RechtsbrecherInnen eingesperrt

Bis nichts mehr bleibt: Ein Fall von Missbrauch im Maßnahmenvollzug und des Maßnahmenvollzugs aus Oberösterreich: 

Der Fall einer im Maßnahmenvollzug zwangsinternierten unbescholtenen Pensionistin aus Oberösterreich ist zwar nicht Sachwalterschaftsmissbrauch im engeren Sinne (es wird ja nicht berichtet, ob die Patientin entmündigt ist) jedoch ist dieser im Falter publizierte Fall ein eklatanter Missbrauch des Maßnahmenvollzugs: 

Darf man eine unbescholtene schwer kranke Patientin zu geistig abnormen RechtsbrecherInnen in eine Justizvollzugsanstalt stecken und diese dort auf unbestimmte Dauer einsperren???


https://www.falter.at/zeitung/20201216/die-wuerde-seiner-mutter/_2d7836bfc7?ver=a

#Maßnahmenvollzug: Zitat Anfang: Die 63jährige Mutter von @mwallerb und @TomWallerberger der ehemalige ÖH-Vorsitzende ist psychisch krank. Seit Jahrzehnten. 

Sie leidet an paranoider Schizophrenie. Seit Jahren ist sie in Behandlung im KH Vöcklabruck(OÖ). Mal geht sie freiwillig, mal wird sie wegen "Selbtsgefährdung" eingewiesen und dort behandelt. Während des Lockdowns wurde sie schlechter behandelt, sie nahm ihre Medikamente nicht. Sie fühlte

sich einsam, zündete manchmal eine Kerze an und ließ sie abbrennen (die einmal einen Brandfleck in den Holztisch machte). Ende Juli 2020 hielt sie es nicht mehr aus, sie wurde zwar aus dem Krankenhaus entlassen, aber war einsam. Sie stellte sich auf den Balkon und schrie:

"Ich brauche Hilfe! Holt die Feuerwehr, Papier brennt! Holt Hilfe, oder es brennt". Die Nachbarn riefen die Polizei, sie hatten Sorge. Die Polizei rief den Amtsarzt. Die Pensionistin kam ins Spital. Es brannte übrigens nichts. Niemand sah Feuer oder Rauch.

Dennoch wurde sie angezeigt und zwar wegen "gefährlicher Drohung" und "versuchter Herbeiführung einer Feuersbrunst". Sie kam deshalb sofort in U-Haft ins Gefängnis in Wels. Ohne Zähne, ohne Brille, ohne Kleidung. Dann auf die forensische Psychiatrie ins Kepler-Klinikum in Linz.

Dann wurde sie begutachtet und für so gefährlich erachtet, dass man ihr den Schöffenprozess machte. Nach drei Stunden Verhandlung und nur 15 Minuten Beratung wurde sie in eine "Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher" eingewiesen. Auf unbestimmte Zeit.

Der Vorwurf der Brandstiftung wurde schon vorher fallen gelassen. Man klagte sie nur wegen "schwerer Nötigung". Sie hätte durch ihren Hilfeschrei die Nachbarn in "Furcht und Unruhe" versetzt und zum Alarmieren der Polizei genötigt.

Die alte Frau ist völlig unbescholten. Sie tat nie jemandem etwas an. Weder Gutachterin, noch Schöffensenat befragten Familie, Sozialarbeiter oder Verwandte. Nun sitzt die Frau in der geschlossenen Anstalt. Und seit Juli (!!) darf sie  keinen Besuch empfangen.

Ja sogar ein Videotelefonat wird ihr verweigert. Der Sohn wandte sich an den Falter. Erst nach einer Recherche im BMJ 

wurde ein Besuch (1 Stunde alle 14 Tage) bewilligt. Der Fall zeigt, wie schnell man heute im Maßnahmenvollzug landet. Er sollte Anlass sein für eine Reform. Denn wenn die Pensionistin nicht krank gewesen wäre, würde sie allenfalls ein Bußgeld zahlen. So aber sitzt sie auf unbestimmte Zeit hinter Gittern und nur einmal im Jahr wird sie begutachtet, ob sie raus darf.

In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der solcherart Inhaftierten Kranken von rund 200 auf 600 verdreifacht. Die Anwältin der Pensionistin, Julia Kolda, sagt: "Der Fall ist kein Ausreisser. Das ist das System".

Die Söhne sprechen von "bürokratischem Sadismus". Es bleibt zu hoffen, dass der OGH nun die Qualität dieses Verfahrens ganz besonders genau überprüft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. 

Copyright Florian #Klenk auf #Twitter. 

https://www.falter.at/zeitung/20201216/die-wuerde-seiner-mutter/_2d7836bfc7?ver=a

Die Würde seiner Mutter

Eine brennende Kerze, ein bedrohlicher Schrei: Deshalb landete Brigitta P. auf unbestimmte Zeit im Maßnahmenvollzug. Ihr Sohn berichtet, wieso eine kranke Pensionistin seit Monaten isoliert wird. 

Die Chronologie eines Justizversagens

Als die psychisch schwer kranke Pensionistin Brigitta P. vor einem halben Jahr von der Streife "Vöcklabruck 2" verhaftet und auf die Psychiatrie des örtlichen Krankenhauses gebracht wurde, trug sie nur ihr Nachthemd am Körper.

Es musste offenbar schnell gehen. Ohne Gebiss, ohne Brille, ohne Schuhe und Kleider führte man sie ab. Sie hatte auf dem Balkon "Hilfe, holts die Feuerwehr, sonst brennt Papier!" in die Nacht gerufen. Ihr Sohn Thomas Wallerberger musste die Gegenstände, ohne die ein alter Mensch seiner Würde beraubt ist, der plötzlich und unerwartet inhaftierten Frau nachbringen.

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Entwurf einer Petition an den Bundespräsidenten Prof. van der Bellen betreff einer Weihnachtsamnestie: 

Der Herr Bundespräsident die Präsidentschaftskanzlei Wien wird gebeten, eine Sonderweihnachtsamnestie für die psychisch kranke Frau Brigitte P. (Wallerberger?) zu erlassen und ihre Entlassung aus der Justizvollzugsanstalt für geistig abnorme RechtsbrecherInnen zu veranlassen. Außerdem ist dafür Sorge zu tragen, dass die Patientin in einer Wohngemeinschaft für psychisch Kranke Menschen versorgt wird und eine adäquate psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung in einem Krankenhaus oder Sanatorium erhält, z.B Reha-Klinik für psychisch Kranke.

Initiative Gerichtliche Erwachsenenvertretung Wien (früher Initiative #Sachwalterschaftsmissbrauch)

Außerdem sollte die #Volksanwaltschaft und #Patientenanwaltschaft OÖ sowie der Bürgeranwalt diesen Fall überprüfen.
Initiative Gerichtliche Erwachsenenvertretung Wien




Montag, 26. Oktober 2020

Gedanken zum Nationalfeiertag: Entmündigungen und Enteignungen, Zwangsneurosen Isolierungsprogramme in Diktaturen

 Gedanken über Entmündigungen und Enteignungen zum Nationalfeiertag 

Heute zum Nationalfeiertag möchte ich an die vielen KurandInnen erinnern: auch jene, die viel in den Social Media schreiben oder sogar ihren eigenen blog haben: 

Es gibt mehrere Möglichkeiten,  mit ihnen umzugehen

- man schreibt z.B. auf Twitter: ah - das ist Herr und Frau Besachwaltet - von denen braucht Ihr keinen Satz ernst nehmen (sähe Verwirrung in ihre Ränge) 

- mit immer den gleichen Methoden wird man auch keine Änderung hervor bringen 

- In Zeiten von Corona sind die Mündel ganz vergessen worden.....es sind ja alle irgend wie entmündigt (im wahrsten Sinne des Wortes durch die Maskenpflicht) 

- Dennoch geht es bei Entmündigungen um sehr viel Geld. 

- Es könnte sein, dass die Social Media und die Möglichkeit blogs zu schreiben, irgendwann ganz gesperrt werden (z.B. im Rahmen eines Great Reset oder eines Stromausfalles) 

- Daher ist es immer ganz gut einige Akten auch noch auf Papier zu haben 

Corona hat auch die Mündelwelt ordentlich durcheinander gebracht: die psychischen Krankheiten nehmen rasant zu. Man denke nur an die ZwangsneurotikerInnen, die ohnehin alle 10 Minuten ihre Hände waschen müssen....Man sieht sie heute vor den Einkaufszentren - sie wischen die ganze Zeit die Einkaufswägen ab oder in der U-Bahn oder im Bus....bzw an der Bushaltestelle....

Dass man z.B. den Staat oder Psychiatertermine ganz ablehnt, ist nur eine Bestätigung dass die Entmündigung gerechtfertigt ist. 

Fortsetzung folgt. 

Post-skriptum: Isolationsprogramm: Von diesem sind nicht nur die Kuranden betroffen, sondern auch die Menschen in Altersheimen Pflegeheimen Behindertenheimen....Besuchsverbot in Heimen hat natürlich Konsequenzen für die Geächteten und Enteigneten und Entmündigten bzw. jene die davon profitieren. 

Die vollständige Isolierung einer Person kennen wir von Stasi-Programmen, aus der Sowjet-Union und anderen Dikaturen, aber auch von Sekten: Man muss einen Keil in alle Gruppen hineintreiben (z.B. auch jene, die sich gegen SW-Missbrauch engagieren) 

Man muss Aktivisten denunzieren, wo es nur geht. 

Das ist dann das Freiwild: Die Freiwild-Verordnung gibt es übrigens schon seit dem Mittelalter: Martin Luther wurde Opfer dieser: damals Reichsacht genannt. 

Es wurde auch jeder bestraft und entmündigt, der dem Geächteten hilft. 

Fortsetzung folgt. 

https://www.theeuropean.de/johannes-schuetz/12302-der-fall-oesterreich


Wohnungen werden geräumt

Es handelt sich um Enteignungen durch eine entwickelte Methode von Sachwalterschaft, die kriminell motiviert eingesetzt wird. Es wurden Strukturen im Justizapparat aufgebaut, um solche Enteignungen massenweise durchzuführen. Durch Verletzungen der Grundrechte.

Was bedeutet Sachwalterschaft: 
Alle Konten, alle Gelder und alles Vermögen werden vom Sachwalter übernommen. Der Sachwalter und seine Mitarbeiter betreten Wohnung und Büro des Betroffenen. Der Sachwalter führt Räumungen durch.

„Wohnung großteils leergeräumt bzw. komplett verwüstet, nur noch ein Wert von 300 Euro laut Sachverständigengutachten. Wertvolle Bilder, Teppiche, antike Möbel, Geschirr, Porzellanfiguren, grosse Kristalluster, Tisch- und Stehlampen, Schmuck, über 200 alte Bücher verschwunden. Wertpapiere und Konten geplündert“, berichtet Marion N., die in Wien von einem der berüchtigsten Sachwalter der Stadt angegriffen wurde.


Schon eine kurze Recherche über diesen Sachwalter führt jedenfalls zur Erkenntnis: Er würde, selbst bei Bedarf, keinesfalls als „Treuhänder“ beauftragt, da seine Methoden bereits dokumentiert sind. Er hält auch Regeln des „ordentlichen Kaufmanns“ und der Gewerbeordnung erkennbar nicht ein. Dennoch wird er weiterhin von Bezirksrichtern als Sachwalter bestellt.

Samstag, 10. Oktober 2020

Erwachsenenschutz Linksammlung

 

26.08.2019 — Der investigative Publizist Johannes Schütz erzählt von seinem ... Eine Gruppe aus betrügerischen Sachwaltern, korrupten Richtern und ...

Johannes Schütz16.08.2017Gesellschaft & Kultur, Medien, Politik ... ist Autor von „Unser Wien: Arisierung auf österreichisch“ („Aryanization Austrian-Style“).
Johannes Schütz6.06.2017Gesellschaft & Kultur, Medien, Politik, Wirtschaft ... von betrügerischen Sachwaltern, korrupten Richtern und eingekauften Gutachtern ...

von Johannes Schütz - 16. 08. 2017. Die Verurteilung des Autors Stephan Templ ist ein international beachteter Skandal. Mit einer gesellschaftlichen ...
29.10.2017 — Das Vorbild dieser Täter sind die Arisierungen im Dritten Reich, die ... Johannes Schütz wollte die Mauern nicht akzeptieren, auf die er stieß, ...

23.04.2019 — ... kritische Stimmen eliminiert. von Johannes Schütz ... (11) Templ, Stephan und Tina Walzer: Unser Wien: "Arisierung" auf österreichisch.
08.11.2019 — 21.03.2019 - Johannes Schuetz | Community. Teilen: ... Demnach soll der Präsident bei eklatanter Korruption und Amtsmissbrauch in der Justiz ...
Johannes Schütz in der » Huffington Post. Brandstetter deckte natürlich auch Korruption in (anderen) Ministerien, was man u.a. beim» Eurofighter-U-Ausschuss ...
Österreich will mit einem neuen Gesetz scharf gegen „Hass im Netz“ vorgehen. Die Justizministerin präsentierte den Entwurf. Ein Angriff auf die Pressefreiheit ...
Die Enteigner: Der größte Skandal der Republik Österreich. Johannes Schütz, Medienwissenschafter und Publizist, war Lehrbeauftragter an der Universität ...
10.05.2018 — Beiträge über Johannes Schütz von alexandrabader. ... Konkurrenz loswerden wollte, kennen korrupte Richter in Österreich kein Erbarmen.

Selbst ältere Menschen in USA sind politisch mehr am Damm, als man in Österreich in der 
Lage wäre, Menschen zur Beeinflussung über die  Partei - Politisch korrekt zu unterrichten. 

Ihr Gerechten, jubelt vor dem Herrn; / für die Frommen ziemt es sich, Gott zu loben. Ps 33,2, Preist den Herrn mit der Zither, / spielt für ihn auf der zehnsaitigen ...
Es fehlt: supervision ‎| Muss Folgendes enthalten: supervision

Entmündigung: Neuer Anlauf für 101 Jahre alte Probleme

https://orf.at/v2/stories/2376332/2376313/


Neuer Anlauf für 101 Jahre alte Probleme

Der Reformstau beim Thema Sachwalterschaft hat in Österreich Tradition: „Eine überaus wünschenswerte Reform“ eines der „am stiefmütterlichst bedachten Abschnitte der Gesetzgebung“ sah das „Fremden-Blatt“ etwa schon im Juli 1916, als mit kaiserlichem Dekret das bis dahin geltende „Irrenrecht“ durch die damals neue „Entmündigungsordnung“ abgelöst wurde.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Viel hat sich an den Zielsetzungen in den letzten 101 Jahren nicht geändert: Auch damals wurde am neuen Gesetz schon gelobt, dass die gänzliche Entmündigung nicht mehr zwingend sei, sondern nunmehr auch „beschränkte Entmündigung“ möglich sei. Geradezu revolutionär für damalige Verhältnisse war, dass vormals „Irre“ nun etwa Ehen eingehen, Erbschaften hinterlassen und darüber hinaus die „Früchte ihres Fleißes“ ernten konnten.

„Kokainismus“ und andere Krankheiten

Ebenso bemerkenswert für damalige Verhältnisse war die Einsicht, dass Suchtkranke eben das sind: krank. Der Kommentar sprach von „einer eigenartigen Erscheinungsform der psychopathischen Minderwertigkeit“, den „sogenannten ‚Süchtigen‘, das sind eben jene Personen, welche mit irgend welchen Nervengiften gewohnheitsmäßigen Missbrauch treiben“. „Morphinismus und Kokainismus“ hätten „wohl irgend einen äußeren Anreiz zur Ursache“, so die damals bemerkenswert fortschrittliche Ansicht.

Nicht umsonst blieb die kaiserliche Entmündigungsordnung bis 1984 in Kraft - unterbrochen durch die Jahre 1938 bis 1945, als aus zu unterstützenden Menschen „Volksschädlinge“ oder anderes „unwertes Leben“ wurde. Dass die kaiserliche Entmündigungsordnung schließlich durch die weit differenziertere Sachwalterschaft ersetzt wurde, war eines der letzten großen Gesetzesprojekte von Reform-Justizminister Christian Broda (SPÖ).

Langsam, aber zumindest in die richtige Richtung

Die „Entmündigung“ 1916, die „Besachwalterung“ 1984 und nun der „Erwachsenenschutz“ wollten und wollen dasselbe: so wenig Einschränkung für Schutzbedürftige wie möglich und so viel Schutz wie nötig, sowohl für die Betroffenen als auch für deren Umgebung. Nicht umsonst werden seit Generationen erstsemestrige Jusstudenten mit der Frage gequält, wer eine kunstvolle Torte bezahlen muss, wenn der Konditor den Auftrag dafür von einem mittellosen Besachwalterten bekommen hat.

Bei aller Langsamkeit bewegt sich die österreichische Rechtslandschaft aber stetig in die richtige Richtung: 1984 erkannte man, dass Drogensüchtige, Alkoholkranke, aber etwa auch „Verschwender“ keine Fälle für Entmündigung, sondern für Behandlung sind. Schon davor war mit der Gründung des Vereins für Sachwalterschaft (heute: VertretungsNetz) ein entscheidender Schritt getan worden, um die nötige Balance bei der Einschränkung von Schutzbedürftigen zu ihrem eigenen Besten zu finden.

Wenn Abgeordnete über sich hinauswachsen

Damals wie heute war die Regelung ein Prüfstein für das soziale Gewissen der Gesellschaft. Angesichts des nun aufkeimenden Streits über die budgetäre Bedeckung des geplanten „Erwachsenenschutzrechts“ könnte man sich am Jahr 1916 orientieren: Damals war das Gesetz am Kippen, das Parlament besann sich aber seiner Rolle als Gesetzgeber und erließ eine Regelung, die weit über das Geplante hinausging - was schon damals zum Erstaunen führte, zu welch „hervorragendstem Anteil an Gesetzeswerken“ Abgeordnete bisweilen imstande seien.

https://www.digital.wienbibliothek.at/wk/periodical/pageview/570836

Lukas Zimmer, ORF.at

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