Montag, 24. April 2023

Palais Collalto: ein historischer Roman über das Mündel Mozart

 Das Palais Collalto: ein historischer Roman aus dem Wien zu Zeiten der "Kaiserin" Maria Theresia

Im Zusammenhang mit Sachwalterschaftsmissbrauch stieß ich nun auf ein sehr interessantes historisches Gebäude in Wien: das Palais Collalto
Darüber könnte man einen historischen Roman schreiben, einen Sach-Walter-Roman (hat nichts mit Walter Franek zu tun) oder auch einen Roman über Militärgeheimnisse, Waffenhandel, Beschaffungskriminalität, der dritte Mann etc....
Unterirdisch gibt es da sicher viele Gänge - und gleich nebenan ist die wunderschöne Kirche "Am Hofe", die als katholische Kirche der KroatInnen in Wien bekannt ist. Weniger bekannt ist, dass sie ursprünglich eine Jesuitenkirche war und sogar ein Papst der Volksmenge von dort aus zujubelte.
Ich hoffe ja noch immer, dass die Wiener Palais für die Flüchtlinge geöffnet werden: und auch die Museen - dort ist viel Platz. Die Haselsteiner, Benkos, Deripaskas dieser Welt werden da sicher sehr großzügig sein und man könnte die Museen in Wohnungen umbauen - so gesehen machen die Zerstörungen der Bilder durch die Letzte Generation wenigstens Sinn.
Aber jetzt gehe ich mal zurück in die Vergangenheit und baue die Handlungsstränge auf:
Mit 6 Jahren spielte der entzückende Amadé (von Gott geliebte) im Palais - das war im Jahre 1762:
Dabei stellen sich folgende Fragen:
1. Wo lagern die psychiatrischen Gutachten über W.A. Mozart bzw. aus der Zeit Mozarts? Gab es solche überhaupt?
2. Welche Kriege gab es zu Zeiten Mozarts? (1756 bis 1791)
3. Wo lagern die Schlachtpläne?
4. Hat man Frauen zu Zeiten Mozarts auch wegen Ehebruchs entmündigt und in Narrentürme gesteckt? (Joseph II 1780 bis 1790)
5. Wurde am Hofe ein Gebäude 1945 zerstört?
6. Am Hofe und Latour 1948

Am 8. April 1945 wurde die Gebäudeecke Schulhof / Parisergasse durch eine Fliegerbombe beschädigt. Die Schäden wurden bis 1953 erhoben.


Baubeschreibung

Die Fläche des heutigen Grundstücks beträgt rund 1.500 Quadratmeter und vereint zwei historische Grundstücke: nach Westen jenes des Hauses Am Hof 13 und nach Osten des Hauses Parisergasse 1. Die hochbarocke Hauptfassade zum Platz Am Hof ist durch korinthische Riesenpilaster an einem flachen Mittelrisalit und ein pilastergerahmtes Korbbogenportal mit Balkon gegliedert. Die Fassaden zum Schulhof und zur Parisergasse stammen hingegen aus dem Klassizismus. Zwischen dem Haupthaus im Westen und der Kirche am Hof befindet sich ein Verbindungstrakt mit segmentbogiger Durchfahrt. Der trapezförmige Innenhof besteht aus Trakten mit hochbarocker Fassade im Norden und Westen und einem klassizistischen Seitentrakt im Süden mit Blendarkaden und einer dreigeschossigen, heute geschlossenen Pawlatsche.
Die korbbogige Einfahrt zum Platz Am Hof ist tonnengewölbt. Links führt eine vierarmige Haupttreppe mit Platzlgewölbe in die Obergeschosse. Die Erdgeschossräume dieses westlichen Trakts sind durchgehend mit Stichkappentonnen versehen.Ende Zitat. 


Die Geschichte des Hauses Am Hof 13 bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts

Laut Günther Buchinger et al. ist das westliche Haus Am Hof 13 aus zwei kleinen spätmittelalterlichen Häuser zusammengewachsen.[1] Im späten 14. Jahrhundert lagen beide nach der Überlieferung am ehemaligen Herzogshof. Im Kellergeschoss des westlichen Trakts befinden sich heute Reste dieser Gebäude. An der Ostwand neben dem Turm ist die neun Meter lange Mauer eines Kellers des 13. Jahrhunderts, südlich davon sind die Fundamente eines gleichaltrigen Gebäudes mit circa 4,3 Meter lichter Breite und mehr als fünf Meter Länge erhalten, das sich nach Süden in Richtung der heutigen Kirche Am Hof erstreckte.
Im späten 14. Jahrhundert wurden beide Parzellen zu einem Grundstück vereint, bevor sie vor 1400 an Mendel von Traiskirchen kamen. Später fiel das Haus an Hanns Warnhofer und 1438 an seinen Sohn Ulrich. Spätestens jetzt wurde der nördliche Teil des Grundstücks verbaut. Im Norden ist heute noch ein Kellerraum erhalten, der von einem zweijochigen Kreuzgratgewölbe mit spitzbogigem Querschnitt überspannt ist. Der Raum war ursprünglich mit einem südlich liegenden, zeitgleichen Raum verbunden. Das zugehörige Mauerwerk datiert die Anlage in das 15. Jahrhundert.
Am Ende des 15. Jahrhunderts lag das Haus brach, bis es 1521 der Wiener Ratsherr Sebastian Schrantz der Ältere kaufte und es renovieren ließ. Spätestens ab diesem Zeitpunkt führte das Haus die Bezeichnung „zum Elend“. Das Kellergeschoß im Süden des Hauses wurde nun in einen großen Einstützenraum verwandelt, der den südlichen der beiden nördlichen Kellerräume zerstörte. Der Mittelpfeiler stützt Kreuzgratgewölbe mit spitzbogigem Querschnitt. Der Keller wurde bis in das 18. Jahrhundert direkt vom Platz erschlossen. Im Erdgeschoss befindet sich auch, direkt über der Stelle des Kellerpfeilers, ein weiterer, oktogonaler Pfeiler. Diese Anlage kann anhand der architektonischen Details und dem Mauerwerk noch in die Spätgotik, also in das frühe 16. Jahrhundert datiert und aus diesem Grund der Zeit von Schrantz zugeordnet werden. Schrantz erweiterte seinen Besitz um Bereiche des Grundstücks des heutigen Hauses Am Hof 12 und des ehemaligen Judengartens nach Osten. Sebastian Schrantz der Jüngere übernahm 1538 das Haus seines verstorbenen Vaters.
1560 wurde das Haus durch Kaiser Ferdinand I. erworben, um eine adelige Schule unter der Leitung der Jesuiten einrichten. Der westliche Trakt des ehemaligen Schrantz-Hauses wurde nach 1522 ausgebaut. Er wies drei Obergeschoße auf und wurde vom Hof über eine Wendetreppe im Nordosten erschlossen. Neben dem Durchgang zum Schulhof, der damals schmaler war als heute, befand sich ein Abortturm. Die Obergeschoße waren entlang der Längsachse geteilt, platzseitig mit Speise-, Studier- und Schlafsaal für die Knaben, hofseitig lagen Küche, Heizräume und kleine Kammern. Ein Trakt an der Nordseite des Innenhofs wurde mit dem Besitzer des Hauses Parisergasse 1 geteilt. Das Schulprojekt wurde schon 1565 aufgegeben, denn die protestantischen Stände waren nicht bereit, ihre Söhne den Jesuiten anzuvertrauen. Vor 1614 kam das Haus an einen ungarischen Protestanten, den Grafen Georg Thurzo von Bethlehemsfalva, der kurz danach auch das Haus Parisergasse 1 erwarb.

https://www.firmenabc.at/tjp-human-resources-gmbh_PAKm




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