Mittwoch, 5. Dezember 2012

Weihnachtsferien 2008/2009: Erinnerungen eines Politmündels

 MÜNDELWEIHNACHT 2008

Erinnerungen an den Dezember 2008 und den Weihnachtsfestkreis 2008/2009

Arbeitstitel: Ministerielle Mündelschaft: und "bist Du nicht willig so brauch ich Gewalt"

Der Dezember 2008 war ein ereignisreicher Monat auch für die Republik Österreich und deren Mündelschaft.

Zeittafel: Chronologie der Ereignisse

Dienstag, 2. Dezember 2008: Die neue Bundesregierung wird vom Bundespräsidenten Heinz Fischer angelobt.

Freitag, 5. Dezember 2008: Eine Mündelkandidatin aus dem Bundesministerium für Finanzen unterschreibt einen Nutzungsvertrag (Jahresvertrag) inclusive Clubmitgliedschaft beim Fitness-Club der Therme Wien Oberlaa GmbH und Co KG.

Montag, 8. Dezember 2008: Die frischgebackene Infrastrukturministerin der Republik Österreich und der FPÖ-Chef werden in einem Flugzeug der Austrian Airlines auf einem Flug von New York nach Wien gesichtet: Die Ministerin mit Anhang auf den teuersten Plätzen, der FPÖ-Chef mit Freundin auf den billigsten Plätzen. Dank sei dem österreichischen Steuerzahler, der österreichischen Steuerzahlerin!

Dienstag, 16. Dezember 2008: Eine Mündelkandidatin im Auftrag des BM für Finanzen wird beim Bezirksgericht Wien-Liesing zur Vorbereitung der Besachwalterung vorgeladen. Zur Entmündigung genügt ein fingierter Zahlungsbefehl des Telekommunikationsunternehmens T-Mobile Austria über den angeblich nicht bezahlten Betrag von 660 Euro!

Dienstag, 16.Dezember 2008: Dieselbe Mündelkandidatin im Auftrag des Bundesministeriums für Finanzen wird in die Ordination des Psychiaters und Teilnehmer an der Steuersündschaft in Liechtenstein Dr. P. in Wien-Josefstadt vorgeladen. Die Mündelkandidatin im Auftrag des BMF hat Mühe, sich vom Psychiater mit den schmalen Lippen nicht ihre Akten-Ordner entreißen zu lassen.

Donnerstag, 18. Dezember 2008: Als die BMF-Mündelkandidatin beim Penny Markt nach billigen Nahrungsmitteln für die Weihnachtsfeiertage sucht, erreicht sie ein Anruf einer gewissen Frau Susanne S.: Ihres Zeichens „Diplomsozialarbeiterin“ beim Vertretungsnetz Sachwalterschaft, „Patientenanwaltschaft“ und Heimbewohnervertretung. (Mir läuft es kalt über den Rücken) Die Mündelkandidatin im Auftrag des BM für Finanzen möge doch schon morgen am Freitag, den 19. Dezember in das Büro dieses seltsamen „Vertretungsnetzes“ in Wien-Meidling in der Wilhelmstraße kommen. Man/frau will ein „Clearing-Gespräch“ führen, um auch „sozialarbeiterisch“ abzuklären, ob eine Sachwalterschaft notwendig ist. Wenn es um Entmündigung im Auftrag der Bundesministerien geht, habe alle plötzlich Zeit – und das so knapp vor Weihnachten. Sonst heißt es bei Österreichs Ämtern, Behörden und Institutionen immer: VOR WEIHNACHTEN GEHT GAR NICHTS MEHR!

Freitag, 19. Dezember 2008: Die BMF-Mündelkandidatin erscheint termingemäß und pünktlich bei der „Sozialarbeiterin“ Susanne S. in Wien-Wilhelmstraße. Dort trifft sie neben einigen besachwalterten Drogensüchtigen (und –Innen) auch den Chef der Wiener Christenpartei mit Gattin. Wir wünschen einander noch schöne Weihnachten.

Freitag, 19. Dezember 2008: Schauplatz Wien-Favoriten: Bei einer Zwangs-Entmündigung im Auftrag des Bundesministeriums für Landesverteidigung (auch Landesverzweiflung genannt) geht es weniger friedlich zu als bei der Entmündigung im Auftrag des Bundesministeriums für Finanzen, wo eine fingierte Rechnung von T-Mobile Austria über den Betrag von 660 Euro (Zahlungsbefehl Bezirksgericht Wien-Liesing) genügte, um das Sachwalterschaftsverfahren einzuleiten.

An der Wohnadresse der Journalistin Frau Alexandra B. in Wien-Favoriten erscheinen zwei MitarbeiterInnen des Psychosozialen Dienstes. Unter dem Vorwand die Mündelkandidatin im Auftrag des BM für Landesverteidigung zu einem Erstgespräch bei dem berühmten Psychiater und Gründer der Psychosozialen Dienste in Wien Prof. Stefan Rudas zu führen, wird Frau Alexandra B. gegen ihren Willen in die Psychiatrische Abteilung des Kaiser-Franz-Josef-Spitals im zehnten Wiener Gemeindebezirk eingeliefert. Sie versucht zu flüchten und man droht ihr mit Gitterbett, Fesseln und Zwangsmedikation.

Mittwoch, 24. Dezember 2008 bis Freitag, 9. Januar 2009: Während die Mündelkandidatin im Auftrag des BMF ganz friedlich Weihnachten feiern darf, befindet sich das Mündel im Auftrag des Verteidigungsministerium in einem grauenhaften Zustand und muss die Weihnachtsfeiertage – insgesamt drei Wochen – in der „Klapse“ verbringen. Ihr Fehler war, dass sie den Bundesverteidigungsminister gegen die AmerikanerInnen (Raketenschild Osteuropa) verteidigt hat – das behauptet sie zumindest. Die Regierung scheint hier aber anderer Meinung zu sein.

Freitag, 2. Januar 2009: „Fenstertage“ sind in Österreich ganz wichtig, man und frau nehmen sich frei, und so gibt es für viele freie Arbeitstage nur wenig Urlaubabzug. Das hat sich vielleicht auch der berühmte psychiatrische Akten- und Ferngutachter Dr. Kurt Meszaros aus Wien-Alsergrund genannt. Auf Wunsch des Bundesministeriums für Landesverteidigung (es gilt die Unschuldsvermutung) hat der Gutachter Meszaros vom Ski-Urlaub oder vielleicht sogar vom Weihnachtsurlaub auf den Seychellen oder Malediven ein vorformuliertes Aktengutachten für das Mündel, das im Auftrag des Verteidigungsministeriums in der Klapsmühle „gefangen“ war, an das Bezirksgericht Wien-Favoriten zwecks Einleitung der Besachwalterung und Entrechtung der Frau Alexandra B. per Mail oder Fax geschickt. Es ist schon erstaunlich, wie fleißig die Entmündigungs-Maschinerie im Auftrag der Bundesministerien sogar zu den Weihnachtsfeiertagen arbeitet.

Mittwoch, 7. Januar 2009: Obwohl sich noch drei Fenstertage anböten, sitzt Frau Richterin Mag. Romana W. bereits an ihrem Schreibtisch am Bezirksgericht Wien-Liesing und schreibt folgenden Beschluss: Ihr „Geschäftspartner“ Rechtsanwalt Dr. W. wird für das Mündel aus dem BM für Finanzen zum Verfahrenssachwalter und einstweiligen Sachwalter bestellt. Außerdem wird Gutachter Dr. K. zum psychiatrischen Sachverständigen ernannt. Die Kosten übernimmt der Bund. Da es sich bei der Entmündigung des Polit-Mündels im Auftrag des Finanzministeriums um eine sehr heikle Sache handelt – immerhin hatte die Mündelkandidatin mysteriöse Todesfälle und Erkrankungen (Vergiftungen?) im BM für Finanzen miterleben müssen – wird das Sachwalterschaftsverfahren ordnungsgemäß durchgeführt. Der psychiatrische Gutachter lädt das vorläufige Mündel erst am 22. April 2009 in seine Ordination zur Begutachtung. Am 29. April 2009 schießt das Finanzministerium noch ein bisschen nach: Die Geschäftsunfähigkeit sollte für das BMF-Polit-Mündel durch den Psychiater ELF JAHRE RÜCKWIRKEND besonders auch für die Zeit des parlamentarischen Eurofighter-Untersuchungs-Ausschusses bestätigt werden. Das bescheinigt ein richterlicher AKTENVERMERK vom 29. April 2009. Die Entmündigungsverhandlung findet erst am 14. Mai 2009 statt. Der Sachwalter-Stellvertreter Dr. Andreas Lehner kritisiert das BMF-Mündel in Bezug auf seine Tätigkeit im Bundesrechenzentrum – vor allem ELEKTRONISCHER RECHTSVERKEHR!

Freitag 30. Januar 2009: Verhaftung der Bauernopfer rund um die verschwundenen AMS-Millionen.



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