Dienstag, 7. Mai 2013

Der entmündigte Journalist



Der Entmündigte Journalist

Die Entmündigung (Besachwalterung) von Journalisten, Zeugen von Straftaten, Beamten aus dem Bereich Bundeshaushalt etc..scheint ein österreichisches Spezifikum zu sein.

Wenngleich in jüngster Zeit im Rahmen von Wahlkämpfen der Begriff „Psycho-Gulag“ Eingang in die (seltsam „gehypte“) österreichische Mediensprache fand, so ist doch der Aufenthalt in einem Zwangsarbeitslager der Stalin-Ära kaum zu vergleichen mit einem Aufenthalt in einer geschlossenen oder offenen psychiatrischen Abteilung in einem österreichischen Krankenhaus (wo man/frau mitunter durch nettes Krankenpflegepersonal auch recht menschlich behandelt wird.

Den Vergleich der Psychiatrie und psychiatrischen Internierung (in Österreich geregelt durch Anhalte- und Unterbringungsgesetz) mit dem sowjetischen Repressionssystem Gulag hat übrigens eine dubiose „Commission for civil rights“ erfunden, die ihre Zentrale am Sunset Boulevard (sic!) in Los Angeles (USA) hat.

Im Superwahljahr 2013 will man auch in Österreich natürlich nicht die Mündel, Polit-Mündel und deren frustrierte entrechtete und beraubte Angehörige als STIMMVIEH verlieren.

Daher befleißigen sich sogar der ORF-Inlandsreport und das Hohe Haus (Parlamentsredaktion ORF) des Themas „Sachwalterschaft“.

Da wird dann schon mal ein ehemals bekannter Zeitungsjournalist namens Freddie Kräftner „vorgeführt“, dessen Delogierung vielleicht auch noch kurz vor den Wahlen LIVE im ORF präsentiert wird. Sadisten und Sadistinnen, die sich so eine live geschaltete soziale Pseudo-Hinrichtung und Delogierung im ORF gerne ansehen, gibt es ja auch in Österreich genug.

Im Internet findet man zum Suchbegriff Freddie Kräftner und anderen „gefallenen Journalisten“ folgenden Text:

Echter Alkoholismus gehört natürlich auch noch immer zu den grundsätzlichen Leiden im Gewerbe. Ein Betroffener war Harald Frohnwieser, früher im Kurier-Medienressort. Er outete  sich nach dem Entzug öffentlich und betreibt heute eine Plattform für alkoholkranke Menschen und deren Angehörige. Bei seinem thematisch ebenfalls auf Medien spezialisierten Kollegen Freddie Kräftner  hatte der Alkoholmissbrauch  noch dramatischere Folgen: Er führte, abgesehen von ökonomischer und sozialer Verelendung zu frontalbetonter Hirnatrophie, dem Verlust des Kurzzeitgedächtnisses.  Im wahrsten Wortsinn „nicht derheben“ konnte Thomas Pertl, Aufdecker der Affäre um gekaufte Matura-Zeugnisse in „besseren“ Wiener Kreisen und eine Zeitlang redaktionelles Hirn von Vera Russwurms Talkshow „Vera“, die Lasten beim Hausbau. Was ihm noch mehr zusetzte, war jahrelanges Schindluder mit dem Körper („Ich habe stangenweise Zigaretten geraucht und Hektoliter Kaffee getrunken.“). Ein Magendurchbruch und ein künstliches Bauchfell waren die Folge und zwangen ihn zu einer langen Auszeit. Der Versuch, zurückzukommen, gestaltete sich für den mittlerweile 48-Jährigen nicht einfach. Heute betreibt Pertl eine PR-Agentur, ThoPmedia. Ende Zitat

Entmündigt in Österreich wurden auch

Alexandra B., Journalistin – www.ceiberweiber.at
Hermes Phettberg – einst Moderator von Nette-Leit-Show und Autor in „FALTER“
Ingrid Moschik, Künstlerin, Professorin der Mathematik (sic!), Autorin von sparismus.wordpress.com
Rosemarie H., Sap-Beraterin im Bundesrechenzentrum (Projekt Bundeshaushalt auf SAP)

Zurück zum ORF-Report vom 7. Mai 2013: 
Als Massensachwalter wurde ausgerechnet ein FPK-Anwalt aus Klagenfurt präsentiert, damit die dummen Orf-SeherInnen ja nicht auf die Idee kommen könnten, dass es in Wien hauptsächlich SPÖ- und Grünen-Anwälte sind, die in den Genuss von Millionen von Euros durch Ausrauben von Polit-Mündeln, Zeitungsmündeln, Pressemündeln, Star-Mündeln, Demenz-Mündeln im Rahmen von Massen-sachwalterschaften kommen.
Aber das tut ja nichts zur Sache. Es gibt ja in Österreich noch den einen oder anderen kritischen Menschen, Beamten, freischaffenden Journalisten und Ex-Redakteur, der noch nicht Amnesie-gefördert ist, der (die) den Schergen der Polit-Justiz auf WUNDERBARE Weise entkommen ist und ein Leben in Freiheit leben darf.

Als Prinzip dürfen wir festhalten: Wer zu viel weiß, muss leider weg, wobei die Entmündigung und langsame Aushungerung ja noch ein sanfter Weg ist, wohl im Sinne von EU-Thanatos, der anmutige Tod auf Raten. 

Mündel kann sich in Österreich/Wien auch mit 200 Euro im Monat (während der Sachwalter sich gerade auf den Seychellen sonnt) ein schönes Leben z.B. auf der Donauinsel machen.

Wie sang doch ein berühmter österreichischer Pop-Sänger:

An der Copa Cagrana und am Wörther See
Schöne Männer sind nie passé

Wer zu viel weiß, muss weg?

Jüngst lesen wir in der Zeitschrift PROFIL von einer berühmten Frauenrechtlerin und Journalistin namens Elfriede Hammerl verdächtig viel zum Thema Entmündigung und Sachwalterschaft.
Hat die Journalistin etwa Angst, dass sie selbst entmündigt wird, bevor sie ihre Memoiren in vollem Umfang publiziert? Weiß auch Sie zuviel? Schreibt sie etwa gegen ihre eigene ENT-MÜNDIGUNG an????? Wovor und vor wem hat sie Angst?

Da lesen wir

Entmündigt Teil 1:  Elfriede Hammerl berichtet über eine 80-jährige Akademikerin, die entmündigt wurde
Entmündigt Teil 2 : Elfriede Hammerl philosophiert über die Entmündigung von Frauen im allgemeinen 
Entmündigt Teil 3:  Elfriede Hammerl: Entmündigung und (k)ein Ende

Wurde der armen Elfriede vielleicht auch mit Entmündigung gedroht? 
Gibt es keine anderen Frauenthemen mehr als das Thema Entmündigung?
Hoffentlich bleibt den Profil-LeserInnen "Entmündigt Teil 10 bis Teil 1000" erspart, es ist nur unnötiges bla bla. Schad ums Papier, könnte frau sagen. Frau Hammerl hat wenig Ahnung, wie es ist, entmündigt zu sein. Wahrscheinlich will sie Gratis-Tipps von LeserInnen, wie sie mit der Androhung der Entmündigung umgehen soll.Andererseits könnte sie auch die 1000 Fallgeschichten des Wiener Sachwalter-Kaisers Christian B. in den nächsten 1000 Profil-Ausgaben publizieren. Vielleicht liest das noch irgend jemand.

Oder

Erinnert sich Frau Hammerl an die 1970-er Jahre, als die Frauenrechtlerinnen im Kampf für die Straffreiheit der Abtreibung und viele andere Frauenrechte durch Wien mit folgendem Slogan marschierten:

KURZ UND BÜNDIG – WERDET MÜNDIG!

Dass auch männliche Journalisten (die zuviel wissen?) entmündigt werden, ist Frau Hammerl KEINEN ARTIKEL, Frau Schnabel im Orf schon mal eine "Vorführung" im Rahmen eines "Sozial-Pornos" in der Wohnung des Entmündigten wert.

Mündel-Tipp der Woche: Also wenn ich Herr Freddie wäre, würde ich bei der Freundin Conny B. weder einen Drink noch ein offenes Mineralwasser zu mir nehmen. Spätestens seit der Soap Opera STURM der LIEBE wissen wir ja, dass man Anmesie-fördernde geschmacklose Mittel auch in Frühstückskaffee oder morgendlichen Orangensaft unbemerkt „verschütten“ kann. 
Aber hoppala: Hatte Werner Saalfeld da nur eine WAHRNEHMUNGS-Störung und die arme Barbara von Heidenberg wurde fälschlich beschuldigt? Ist Doris von Norden in Wahrheit doch eine Heilige und leidet Charlotte Saalfeld unter Halluzinationen und ererbter Schizophrenie mit schizo-affektiver Dauer-Psychose
Das interessiert uns SeherInnen vielmehr als diese Orf-Schmähs und Polit-Hofberichterstattung. 

Dem armen Herrn Freddie wünschen wir alles Gute. Es gibt ja in Wien großartige Männerwohnheime – eines der besten ist jenes der Heilsarmee in Wien-Leopoldstadt. Die SozialarbeiterInnen der Heilsarmee sind christlich motiviert und lassen Dich nicht verrecken!!!!! Vielleicht gibt es irgendwann mal auch das Recht für Mündel, dass Sie erfahren dürfen, wie hoch ihr Kontostand ist und wann sie delogiert werden und wohin sie gebracht werden. Das wäre ein Fortschritt für den österreichischen „Rechtsstaat“. Die Entmündigung ist ja ein Rückschritt ins Mittelalter mit Feudalherrschaft, Leibeigenschaft usw. Einfach schrecklich!!!!!

YOU WILL NEVER WALK ALONE Freddie! Lassen Sie sich nicht zum Opfer von ORF-Sozialporno machen - auch Sie haben Menschenrecht und Menschenwürde, auch wenn Sie Zeuge von Straftaten geworden sind!

Postskriptum: Hatten wir das nicht schon mal?: Leute aus dem Finanzministerium, Bundesrechenzentrum, Sektenberatungsstelle, die ihr Gedächtnis verloren hatten, monatelang im Koma waren, sich an nichts mehr erinnern konnten? Davor waren sie Betriebsratsvorsitzende, Abteilungsleiter im Finanzministerium, verantwortlich für Kostenrechnung des Bundes, Elektronischen Zahlungsverkehr des Bundes, Bundesbuchhaltung, SAP-Schnittstellen etc. Danach - wenn sie überlebten - sahen sie aus wie ein Folteropfer aus Hemet Base

Aber lassen wir Herrn Freddie selbst zu Wort kommen: 

Quelle: Der Journalist

Auf der Suche nach dem verlorenen Gedächtnis

Von Freddie Kräftner
Wie leben, wenn das Hirn nicht mehr so spielt wie früher?
Begräbnis von ORF-Legende Ernst Wolfram Marboe in Perchtoldsdorf bei Wien. Eine schöne Leich, wie man in Wien zu sagen pflegt. Er hätte seine Freude daran gehabt. Volles Haus für einen, der aus dem Theater kommt, wunderbares Publikum. Perfekt inszeniert. Ich habe EWM lange beruflich begleitet. Ein halbseitiges Interview mit ihm im „Spectrum“ der damals noch großformatigen „Presse“ unter dem Titel „Die Unappetitlichkeiten nehmen letzter Zeit immens zu“ bot Langzeit-General Gerd Bacher Anlass, den ihm schon lange Unbequemen vom ORF-Kuratorium (heute Stiftungsrat) abwählen zu lassen. Ein in der Geschichte des Küniglbergs bis heute beispielloser Vorgang. Daran kann ich mich noch genau erinnern. Das Gespräch war ein langes, sehr langes Telefonat bis halb zwei in der Früh. Den Titel weiß ich aus dem Gedächtnis, da brauche ich kein Archiv zu bemühen. Mit wem ich bei Marboes Beisetzung am 30. Jänner gesprochen habe, weiß ich Tage später nicht mehr.



Logo Salvation Army Austria 






Ich brauch das. Ich bin nämlich krank – frontalbetonte Hirnatrophie. Eine irreversible Zerstörung jener Hirnregion, die für das Gedächtnis zuständig ist. Prominentester Patient der mittleren Vergangenheit: Harald Juhnke. Auslöser jahrzehntelanger chronischer Alkoholmissbrauch. Der erkannte im Endzustand nicht mal Kollegen, mit denen er jahrelang Bühnen- und Fernseherfolge gefeiert hat. Seine Frau Susanne hat dies in grandioser Form beschrieben (Titel: „In guten wie in schlechten Zeiten“, aufgezeichnet von der langjährigen „Bunte“-Chefredakteurin Beate Wedekind). Ich durfte Susanne, eine tolle Frau, die für ihren Mann ihre Karriere geopfert hatte, kennenlernen; bei der legendären „Musikantenstadl“-Ausgabe aus dem Kohlenpott Cottbus in der damaligen DDR. Eine Sendung, die Fernsehgeschichte geschrieben hat, weil es bis dahin keine gemeinsame Ost-West-Unterhaltungsshow gegeben hatte. Auch so ein Meilenstein in Marboes Fernsehgeschichte. „Wir Österreicher“ haben das geschafft. 


Schlüsselübergabe


So schlimm wie Juhnke selig geht es mir nicht: Die alten Weg- und Kampfgefährten sind mir ein Begriff: meine ersten Radiochefs Rainer Rosenberg und Hubert Gaisbauer, Ex-„Club 2“-Chef Peter Huemer, bei dem ich lernte, wie wichtig ein gutes Telefonverzeichnis ist (damals gab es keine Mails), „News“-Gründer Wolfgang Fellner und sein kongenialer Partner Werner Schima (heute beide „Österreich“). Sie sind mir ein Begriff, würde sie erkennen – das konnte Juhnke mit seinen Weggefährten schon lang nicht vor dem Ende seiner Tage. Gesehen habe ich alle Genannten zuletzt vor Jahren. Mit Ausnahme Empathie-Talent Werner, der mich kürzlich besuchte. „In guten wie in schlechten Zeiten“ – das hat er so nicht gesagt, aber gemeint.
Wie lebt es sich mit Löchern im Hirn? Leicht und schwer. Leicht, weil Ärger sich in Luft auflöst (und sich hoffentlich nicht auf den Magen schlägt); schwer, weil ein Leben ohne Kurzzeit-Gedächtnis kein wirkliches Leben ist. Ja, da war doch was heute? Und weil du panisch bist, dauernd was zu vergessen. Kaum aus dem Haus die Frage: Ist die Herdplatte abgedreht?

Zimmer für Männer Salvation Army 

Wie sieht mein Leben jetzt aus, wird vielleicht einer fragen? Ich beziehe eine Mini-Invalidenpension. Die reicht für Einkäufe des täglichen Bedarfs. Und so einmal im Quartal für dringende Anschaffungen. Wie ordentliche neue Schuhe fürs Marboe-Begräbnis.
Damit mir nicht fad ist, helfe ich in einer Pfarrkanzlei aus. Kirchenasyl für geistig Arme sozusagen. Unentgeltlich. Als Goodie gab es im Oktober die erste Reise seit Jahren: eine Bus-Pilgerreise in den Marien-Wallfahrtsort Medjugorje. Die hat meinem Hirn zwar nicht geholfen :) – aber schön war es trotzdem. Und wie. Und wenn der Artikel gefällt, kommen vielleicht wieder Aufträge und mein Sachwalter spendiert vom Honorar eine Thalia-Gutschein-Scheckkarte. Die mir von meiner Ex-Frau (Scheidung ist zu 99 Prozent krankheitsfolge, außer man hat eine Masochistin gefunden) zu Weihnachten geschenkte hat nur mehr einen Saldo von 7,46 Euro. Bücher sollen gut sein fürs Hirn.

Küche Salvation Army Wien 
Ich danke Wolfgang Kräutler, der mich nun besachwaltert, aber nicht bevormundet. Ich danke Pater Florian und seinen Mitbrüdern in St. Rochus. Ich danke „Journalist“-Herausgeber Hans Oberauer für die mit der ihm gegebenen Beharrlichkeit vorgetragenen Aufforderung, endlich wieder was zu schreiben. Ob das eine gute Idee war, möge der p. t. Leser beurteilen. Ich danke Georg Taitl. Ich danke meinen Eltern und meinen Brüdern. Ich danke allen wenigen anderen, die mich nicht vergessen haben, die aber ich jetzt vielleicht vergessen habe. Viele werden es nicht sein. Last, but not least danke ich meiner nun leider Ex-Frau Eveline und unserer Tochter Anna-Sophie. Sie wissen wofür.

Freddie Kräftner ist freier Journalist in Wien.
freddie.kraeftner@aon.at

Wir wünschen Herrn Freddie alles alles Gute!  
Er scheint einer jener ganz besonders höflichen Gentleman der alten Wiener Schule zu sein, der sogar noch seinem Henker freundlich für die Bevormundung und Besachwalterung dankt! ERSTAUNLICH! 


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